Montag, 2. Juni 2003

Forschungsquote stagniert bei 1,96 Prozent des BIP

  • Insgesamt werden 2003 4,34 Mrd. Euro für F&E aufgewendet

Die österreichische Forschungsquote, also die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), liegt im Jahr 2003 voraussichtlich bei 1,96 Prozent (2002: 1,95 Prozent). Das geht aus der neuesten Prognose von Statistik Austria über die Forschungsausgaben hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.

Diese Kennzahl bleibt damit "weiterhin deutlich hinter den nationalen Erwartungen bzw. den politischen Zielsetzungen zurück", heißt es seitens der Statistiker. Die Regierung hatte sich bereits für 2002 das Zwischenziel von zwei Prozent 2003 auf dem Weg zu der für 2006 angepeilten Forschungsquote von 2,5 Prozent gesetzt.

2003: Insgesamt 4,34 Mrd € für F&E
Insgesamt werden im laufenden Jahr 4,34 Mrd. Euro für F&E aufgewendet, das sind um 2,8 Prozent mehr als 2002. 40,4 Prozent davon kommen von der öffentlichen Hand, 40,8 Prozent von der Wirtschaft, 18,5 Prozent vom Ausland und 0,3 Prozent vom privaten gemeinnützigen Sektor.

Die F&E-Ausgaben der öffentlichen Hand in Höhe von insgesamt 1,75 Mrd. Euro kommen vom Bund, von den Bundesländern, von anderen öffentlichen Finanzierungsquellen wie Gemeinden, Kammern, Sozialversicherungsträger. 1,77 Mrd. Euro wendet die Wirtschaft auf, 801 Mio. Euro stammen aus dem Ausland und 14 Mio. Euro vom privaten gemeinnützigen Sektor.

Die Forschungsquote von 1,96 Prozent liegt nur marginal über jener des Jahres 2002 mit 1,95 Prozent. In den vergangenen Jahren haben laut Statistik Austria allerdings die österreichischen Forschungsausgaben zum EU-Durchschnitt aufgeschlossen. Als Vergleich nennen die Statistiker Daten aus dem Jahr 2000, als der EU-Schnitt bei 1,88 Prozent und die österreichische Forschungsquote bei 1,86 Prozent lag. Im Vergleich zum OECD-Schnitt von 2,24 liegt Österreich aber weiterhin zurück. (apa)

2.6.2003 10:04