Sonntag, 8. Juni 2003

Tote und Verletzte bei Unwettern in Deutschland

  • 5-jähriges Mädchen von Fesselballon mitgerissen

Heftige Stürme haben am Sonntag mindestens sechs Menschen in Deutschland das Leben gekostet und erhebliche Schäden angerichtet. Mindestens sechs weitere Personen starben bei Unfällen wegen starken Regens. Autobahnen und Keller wurden überflutet. Herabstürzende Äste und Bäume verletzten zahlreiche Menschen und blockierten Straßen.

In Berlin wurde das Straßenfest "Karneval der Kulturen" abgebrochen, nachdem ein umstürzendes Gerüst drei Menschen unter sich begraben hatte. Lediglich in Süddeutschland waren die Unwetter schwächer als vorausgesagt. Nach der Abkühlung durch die Gewitter erwarten die Meteorologen freundliches Wetter.

Bei einer Show-Veranstaltung eines NATO-Hauptquartiers in Mönchengladbach kam am Sonntagnachmittag ein fünf Jahre altes Mädchen im Sitz eines Fesselballons ums Leben. Der mit Helium gefüllte Ballon mit dem hilflosen Mädchen wurde vom Wind fortgerissen, trieb 50 Kilometer nordwärts und schlug auf den Boden auf. Das Kind eines britischen Soldaten und einer Deutschen wurde tot etwa 200 Meter von der Ballonhülle entfernt auf einer Wiese gefunden. Der Sturm zerfetzte auf dem NATO-Fest Zelte und verletzte sechs Menschen.

In Willingen-Welleringhausen (Hessen) starb ein 33 Jahre alter Gleitschirmflieger, nachdem er von einer Böe erfasst wurde. Mindestens vier Menschen wurden durch umstürzende Bäume und Gegenstände erschlagen. Im Spreewald in Brandenburg versenkte ein umstürzender Baum einen mit zwölf Menschen besetzten Kahn. Fünf Insassen wurden verletzt. Im brandenburgischen Kreis Teltow-Fläming wurde ein Mann von seinem Dach geweht. (apa)

8.6.2003 21:03