Nordkorea rechnet mit Krieg gegen USA
- Sofortige Vergeltung im Falle eines US-Präventivschlages
- Bush, Roh und Koizumi hoffen auf friedliche Lösung
Das kommunistische Nordkorea hat am Sonntag die "Waffenaufstellung" im Süden des Landes durch die USA als Vorspiel zu einem Krieg bezeichnet und für den Fall eines US-Präventivschlages Vergeltung angekündigt. "Unsere Armee sowie das Volk werden der Waffenaufstellung der USA mit einer entsprechend mächtigen Abwehrkraft entgegen treten sowie dem Präventivschlag mit einer umgehenden Vergeltung", teilte die staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas mit.
Die Agentur denunziert die USA regelmäßig und droht mit der Zerstörung des Landes. Die USA wollen Nordkorea zusammen mit Japan und dem kapitalistischen Südkorea zum Stopp seines Atomprogrammes bewegen. Alle drei Länder haben sich für eine friedliche Lösung des Streits ausgesprochen.
Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun und der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi waren am Samstag bei einem Treffen überein gekommen, keinerlei Entwicklung von Atomwaffen durch Nordkorea zu tolerieren. Roh hatte mit US-Präsident George W. Bush vergangenen Monat vereinbart, dass "weitere Schritte" erforderlich würden, sollte Nordkorea den Atomstreit verschärfen. Eine Woche später sprachen Koizumi und Bush von "härteren Maßnahmen".
Die USA würden ihre militärische Präsenz an der Grenze zu Südkorea immer weiter verstärken, teilte die Nachrichtenagentur Nordkoreas weiter mit. Dies sei eine unverzeihliche Entwicklung. Die angekündigten "weiteren Schritte" hätten bereits die Phase der vollständigen Umsetzung erreicht und der US-Atomkrieg gegen Nordkorea sei nicht nur eine Option, sondern werde Realität, hieß es weiter. (apa)
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