11 Tote bei Wohnhaus-Explosion in Tschetschenien
- Acht Kinder unter den Opfern; Ursache vermutlich Gasexplosion
Bei einer Explosion in einem fünfstöckigen Wohnhaus der tschetschenischen Hauptstadt Grosny sind am Freitag elf Menschen ums Leben gekommen. Zivilschutzkräfte nannten eine Gasexplosion oder die Detonation von Sprengstoff als Ursache für den Einsturz des Gebäudes. Unter den Opfern waren auch acht Kinder.
Unterdessen stieg nach dem vermutlich von einer tschetschenischen Frau verübten Selbstmordanschlag in der nordossetischen Stadt Mosdok die Zahl der Todesopfer auf 20. Die Frau hatte sich am Donnerstag neben einem Bus mit russischem Luftwaffenpersonal in die Luft gesprengt. Mehrere Menschen wurden weiter mit schwersten Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.
In Moskau stimmte die Staatsduma am Freitag in dritter und letzter Lesung einer von Präsident Putin vorgeschlagenen Amnestie für Tschetschenien zu. Das Gesetz soll bereits am Samstag in Kraft treten. Wer in Tschetschenien bis zum 1. August die Waffen niederlegt, soll straffrei ausgehen. Ausgenommen sind Mörder und andere Verbrecher. Nach Schätzungen des Kremls könnte das Amnestiegesetz auch bei mehr als 200 bereits inhaftierten tschetschenischen Freischärlern Anwendung finden.
(APA)
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