G-8-Gipfel mit gemeinsamer Erklärung beendet
- Inhalt: Irak, Naher Osten, Weltwirtschaft
- Neue Gewaltakte in Genfer Innenstadt
·G-8-Gipfel
Heftige Kritik an Schweizer Polizei
·Bush & Chirac
Versöhnung bei G8- Gipfel in Evian
·G8-Gipfel
Schweiz verfügt Luftraumsperre
·Gegen-Gipfel
Anti-G8-Protest in Annemasse (FRA)
Der G-8-Gipfel im französischen Evian ist Dienstagvormittag zu Ende gegangen. Die Staats- und Regierungschef der sieben führenden Industriestaaten und Russlands verabschiedeten eine gemeinsame Abschlusserklärung mit den Ergebnissen ihrer zweitägigen Beratungen.
Darin demonstrierten die G-8-Staaten in puncto Nachkriegsordnung im Irak eine gemeinsame Haltung. Die sieben wichtigsten Industriestaaten und Russland erklärten, sie teilten "die Überzeugung, dass die Zeit nunmehr gekommen ist, Frieden zu schaffen und den Irak wieder aufzubauen". Es sei das gemeinsame Ziel, "den Irak wieder zu einem uneingeschränkt souveränen, stabilen und demokratischen Staat zu machen".
Weiters boten die Staaten der G-8 Israel und den Palästinensern ihre volle Unterstützung beim Umsetzen des Friedensplans an. Insbesondere sollen Bemühungen untertsützt werden, die Wirtschaft in den palästinensischen Gebieten wieder aufzubauen.
Zugleich äußerten sich die Teilnehmer demonstrativ zuversichtlich über die Lage der Weltwirtschaft. Die Voraussetzungen für eine Erholung seien eingetreten. "Wir haben Vertrauen in das Wachstumspotenzial unserer Volkswirtschaften", hieß es zum Abschluss des dreitägigen Gipfeltreffens am Genfer See. Die Staaten verpflichteten sich zu weiteren Strukturreformen.
Die G-8-Staaten hätten ein nachdrückliches Signal für Wirtschaftswachstum und sozialen Fortschritt gegeben, sagte der französische Staatspräsident Chirac am Dienstag. Entschlossenheit im Bemühen um Wirtschaftsbelebung zu zeigen sei das zentrale Thema dieses Gipfels gewesen, so der Gastgeber weiter.
Wieder Unruhen
In der Nacht war es am Genfer See in der Schweiz wieder zu Aktionen von Globalisierungsgegnern gekommen. Etwa 1.500 Menschen versammelten sich auf der Mont-Blanc-Brücke in Genf, aus der Gruppe wurden Feuerwerkskörper, Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. Die Polizei setzten Tränengas und Gummigeschosse, um die Gruppe mit auseinanderzutreiben. (apa)
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