Iran lehnt Inspektionen von Atomanlagen erneut ab
- Ansuchen Russlands abgelehnt
- Nordkorea hat angeblich 8.000 Kernbrennstäbe aufbereitet
Der Iran hat am Montag erneut Inspektionen seiner Atomanlagen abgelehnt. Teheran weise Forderungen nach der Unterzeichnung eines Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag zurück, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran. Russland hatte den Iran zuvor ersucht, Inspektionen seines Atomprogramms zu erlauben.
Wenn Moskau "besorgt" sei, "sind wir bereit, das mit ihnen zu besprechen", sagte der Sprecher weiter. Die iranische Regierung lehne jeden Zusatz zum Atomwaffensperrvertrag ab, solange sie keine Unterstützung bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie erhalte, hieß es weiter.
Bush zeigt sich besorgt
Bei seinem Treffen in St. Petersburg mit dem russischen Präsidenten Putin hatte sich US-Präsident Bush am Sonntag besorgt über das iranische Atomprogramm gezeigt. Angesichts der Konsequenzen, die Atomwaffen im Iran zur Folge hätten, vereinbarten Washington und Moskau unter Einbeziehung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) eine Zusammenarbeit, damit der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelange. Russland beteiligt sich am Bau eines Atomreaktors in der südiranischen Hafenstadt Bushehr.
Streit mit Nordkorea
Im Streit mit Nordkorea sind unterdessen weitere Details aus dem Atomprogramm des asiatischen Landes bekannt geworden: Pjöngjang habe nahezu 8.000 Kernbrennstäbe wiederaufbereitet, teilte eine Delegation des US-Kongresses am Montag mit.
Bush hatte beim G-8-Gipfel im französischen Evian jeden bilateralen Gipfel mit Pjöngjang abgelehnt und auf einem multilateralen Treffen bestanden. Die Krise um das Atomprogramm Nordkoreas schwelt, seitdem die USA der Führung in Pjöngjang im vergangenen Oktober den Bau von Atomwaffen vorwarfen. Im Jänner kündigte Nordkorea den Atomwaffensperrvertrag auf. (apa)
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