FORMAT: Lopatka bereitet ÖVP auf Neuwahlen vor
- "Wir müssen ständig für Neuwahlen gerüstet sein"
- FORMAT-Umfrage: ÖVP nur bei 33% (Kasten)
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FORMAT: VP nur bei 33%, SPÖ bei 42%
Der neue Generalsekretär Reinhold Lopatka war maßgeblich an Schüssels Sieg im November 2002 beteiligt. Vereinzelt gilt Lopatka neben Wilhelm Molterer und Ernst Strasser gar als potentieller Nachfolger von Wolfgang Schüssel. Jetzt bereitet er die Partei diskret auf Neuwahlen vor, sollte die FPÖ abspringen.
Der emsige Arbeiter hat ein amerikanisches Politikverständnis. Jede politische Aktion wird erst einmal demoskopisch abgetestet. Lopatka ist um unkonventionelle Ansätze nie verlegen.
Einen Grundstein für Schüssels Wahlerfolg im November 2002 legte er, indem er an alle 1.400 VP-Bürgermeister Österreichs schrieb und sich nach deren Wehwehchen erkundigte. Danach pickte er sich die interessantesten 40 Rückmeldungen heraus, und mit diesen 40 Bürgermeistern hielt Lopatka in der heißen Wahlkampfphase ständig Kontakt. So wußte er stets, was das Volk draußen denkt, und konnte seine Schüssel-Kampagne anpassen.
Jetzt, in den hektischen Zeiten der Pensionsreform, bereitet er die Partei diskret auf Neuwahlen vor. Mittels eines "Personenpools" in der Parteizentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse will er jederzeit losschlagen können, sollte der unsichere Kantonist FPÖ aus der Regierung aussteigen. Lopatka: "Wir müssen ständig für Neuwahlen gerüstet sein."
Mehr über Schüssels "Marathonmann" finden Sie im aktuellen FORMAT.
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