Donnerstag, 5. Juni 2003

Blutige Beziehungstragödie in Niederösterreich

  • Mann erschießt Freundin auf offener Straße
  • Cobra stürmt Haus: Täter jagt sich Kugel in den Kopf

Blutiges Beziehungsdrama in Niederösterreich: Nach einem Streit richtet ein 45-Jähriger in Horn (NÖ) seine Freundin auf offener Straße regelrecht hin. Dann flüchtete der mit zwei Pistolen bewaffnete Mann in sein Haus in Zöbing. Die Gendarmerie will ihn zur Aufgabe bewegen, doch vergeblich. Nach stundenlangen Verhandlungen stürmt die Cobra das Haus - der Mann jagt sich eine Kugel in den Kopf...

Ein blutiges Ende nahm in der Nacht auf Donnerstag die Flucht eines mutmaßlichen Mörders vor der Gendarmerie in Niederösterreich. Der Mann jagte sich nach Angaben der Gendarmerie eine Kugel in den Kopf, nachdem die Spezialeinheit Cobra sein Haus in Zöbing bei Langenlois gestürmt hatte. Dort hatte er sich mehrere Stunden lang verschanzt gehalten.

Trotz sofortiger Erstversorgung und anschließender Einlieferung in das Krankenhaus Krems erlag der Täter unmittelbar danach seinen schweren Schussverletzungen. Die Gendarmerie hatte ihn in Verhandlungen zur Aufgabe bewegen wollen.

Der 45-jährige war mit zwei Pistolen bewaffnet gewesen. Er hatte nach Angaben der Gendarmerie am Mittwochabend vor dem Freibad in Horn seine Freundin mit mehreren Schüssen getötet. Dem Mord war ein heftiger Streit vorausgegangen. Augenzeugen hatten den Notarzt zur Frau gerufen, dieser konnte jedoch nur mehr den Tod des Opfers feststellen. Die 48-jährige hinterlässt drei Kinder.

(apa/red)

5.6.2003 07:06