Ausländische Touristen warteten am Westbahnhof
- Ansonsten menschenleere Bahnhof-Hallen
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Chronik: Das war der Streik-Dienstag
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Österreicher unter- stützen die Streiks!
Offenbar hat sich der Streik der ÖBB-Mitarbeiter gegen die Pensionsreform nicht überall herumgesprochen. Am Wiener Westbahnhof trafen immer wieder Reisewillige ein, die erst durch die Plakate an den Schaltern auf den Streik aufmerksam gemacht wurden. Vor allem ausländische Touristen wussten nichts über die Streiks.
"Man hat uns erst im Zug von Budapest gesagt, dass es in Wien nicht weiter geht", berichtete eine etwa 40-jährige Deutsche. Nun versuche ihr Mann, ein Mietauto für die Weiterfahrt nach Stuttgart zu organisieren. "Das ist schon ärgerlich", meinte sie.
Nichts von den Streiks gewusst haben auch fünf Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Man habe erst in Wien erfahren, dass keine Züge fahren. Er habe aber "vollstes Verständnis", meinte Steffen Hagen. Man müsse sich ja mit den österreichischen Kollegen "solidarisch erklären".
Etwas ratlos zeigten sich drei junge Frauen aus der Bundesrepublik: "Uns wurde gesagt, dass internationale Züge verkehren", meinten sie. Nun wüssten sie nicht, wie sie Österreich wieder verlassen könnten. Eine Gruppe von Senioren hat sich hingegen schon auf den Streik eingestellt. "Wir haben unser 50-jähriges Maturatreffen schon seit einem halben Jahr geplant. Das konnten wir nicht verschieben", meinte ein Teilnehmer. Man habe sich aber vorausschauend selber einen Kleinbus organisiert. (apa/red)
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