Männer, Mädchen & Motoren: Das GTI-Treffen brach alle Rekorde
- Unfälle, Alkohol & Raser: Gendarmerie am Limit
Gib Gummi! Das umstrittene GTI-Treffen im Kärntner Reifnitz hat 2003 alle Rekorde gebrochen. Laut Schätzungen der Gendarmerie haben über 200.000 Besucher und 50.000 Fahrzeuge, hauptsächlich die Kultmarke aus Wolfsburg, den Wörther See bevölkert. Dank des unermüdlichen Einsatzes von 200 Gendarmen lief die Veranstaltung in halbwegs geordneten Bahnen ab.
Die Exekutive wurde bis an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gefordert. Das beweisen auch die statistischen Zahlen: 121 Anzeigen bei Gericht, 22 Körperverletzungen, 38 Sachbeschädigungen, 53 Verkehrsunfälle mit 29 Verletzten, 1.178 Verwaltungsanzeigen, 41 Führerscheinabnahmen wegen Alkoholisierung (darunter zwölf Inhaber eines Probeführerscheins) und weitere sieben wegen besonderer Erregung, zwölf Anzeigen nach dem Führerscheingesetz sowie 2.763 Organmandate mit 60.494 Euro Strafgeld.
"Wenn man diese Zahlen mit jenen von 2002 vergleicht, so könnte einem ein falsches Bild von 'Auto News Wörthersee 2003' vermittelt werden", sagte der Pressesprecher der Kärntner Gendarmerie, Hauptmann Erich Londer. Es müsse nämlich berücksichtigt werden, dass das Treffen 2003 "ein bis jetzt noch nicht da gewesenes Ausmaß" erreicht hat. Londer: "Wir haben wieder einiges gelernt und werden das beim 23. GTI-Treffen im nächsten Jahr umsetzen."
Der große Gewinner war sicherlich das Südufer des Wörther Sees. Mit Umsätzen von über zehn Millionen Euro war das GTI-Treffen erneut nicht nur ein kräftiger Impuls für die Vorsaison, sondern dürfte auch das "Highlight" der Saison sein.
(apa)
