Freitag, 30. Mai 2003

Ab 1. Juni gibt's den totalen Flugpreis-Absturz

  • AUA startet neue Diskont-Offensive mit Billig-Ticket-Verkauf!

Reisewillige Schnäppchenjäger dürfen sich freuen: Die nächsten Wochen versprechen Flugtickets zu Diskonttarifen. Die AUA startet eine neue Ticket-Dumpingaktion...

Ryanair-Boss Michael O'Leary, der sich als durchaus charmanter irischer Rüpel äußerst erfolgreich durchs harte Luftfahrt-Business manövriert, bewies dieser Tage Kunstsinn. Als Werbetestimonial für seine Billigflieger-Airline schickte er Leonardo da Vincis Mona Lisa ins Rennen. Diese bittet, konfrontiert mit den vermeintlichen Dumpingtarifen der Austrian Airlines, um Gnade: "Bringen Sie mich bitte nicht zum Lachen."

Angreifer Ryanair unter Druck
Anderen, darunter die skandinavische Fluggesellschaft SAS, ist angesichts von O'Learys mitunter derben Späßchen mittlerweile das Lachen vergangen. Sie haben gegen den Dubliner Selfmade-Milliardär wegen "unzulässiger Preisvergleiche" bereits rechtliche Schritte eingeleitet.
Die flotte Lippe von Ryanair-Boss O'Leary sorgte auch in der Chefetage von AUA für Aufregung. Zwar ließ deren Boss Vagn Sörensen in gewohnt kühler skandinavischer Manier der interessierten Öffentlichkeit ausrichten, dass "derartige Angriffe unter unserem Niveau" seien.

Sörensens Diskontoffensive
Zum Gegenschlag sah sich der toughe Manager allerdings dann doch provoziert. Die gute Nachricht: Reisewillige Schnäppchenjäger dürfen sich freuen, denn die nächsten Wochen versprechen Flugtickets zu Diskonttarifen, AUA startet eine neue Ticket-Dumpingaktion:

* Der Startschuss für die neue Preisschlacht über den Wolken fällt bereits diesen Sonntag, den 1. Juni: Destinationen wie Amsterdam oder Rom können um nur noch 149 Euro (Hin- und Rückflug) bereist werden.

* Ein wahres Preisfeuerwerk wird auch über Venedig gezündet. Ein Hin-und-retour-Ticket ist bereits ab 110 Euro zu haben.

Im NEWS-Interview kündigt AUA-Boss Vagn Sörensen einen neuen Turboschub im Kampf um die Billigticket-Reisenden an: "Mittelfristig planen wir einen Anteil von 15 Prozent Billigtickets für die Austrian Airlines Group."

AUA will Billigtickets verdoppeln
Die Diskontschiene, wird intern kalkuliert, muss zumindest verdoppelt werden, um lukrativ zu sein. Vorerst allerdings geht es dem heimischen Luftfahrtgiganten aber um eines: Dank der Schnäppchenangebote sollen die schwer kränkelnden Auslastungszahlen deutlich gepusht werden. Sörensen: "Wir müssen uns zumindest auf einem Niveau von etwa 70 % stabilisieren."

Der eiserne Sparkurs bleibt aufrecht
"Man kann viel aussteuern, aber wenn dies erschöpft ist, muss ein Personalüberhang zügig abgebaut werden", so der AUA-Boss im NEWS-Interview.

Mehr zum Thema: NEWS Nr. 22/2003

30.5.2003 10:14