Mittwoch, 28. Mai 2003

NEWS-Exklusiv! Petz wechselt ins Palais Coburg!

Wenn das keine Überraschung ist: Christian Petz, ohne Zweifel einer der größten Köche Österreichs und noch amtierender "Koch des Jahres", hat letzte Woche beim Meinl am Graben gekündigt und wird ins Palais Coburg wechseln. Gemeinsam mit einem noch ungenannten Partner übernimmt er dort die gastronomische Leitung des geplanten Top-Restaurants...

Dass der Berliner Finanzmagnat Peter Pühringer in seinem Ende des Jahres fertig renovierten Wiener Palais Coburg kulinarisch neue Maßstäbe setzen will, ist seit geraumer Zeit bekannt. Nur hatte er bislang keinen Betreiber. Das Gros der namhaften Wirte der Nation besichtigte die Nobelbaustelle in der Wiener City, doch niemand wollte sich das Großprojekt mit zahlreichen Lokalen im Ganzen antun. Nun machte der Hausherr Abstriche und erhielt schließlich doch noch den Zuschlag seines Wunschkandidaten.

Christian Petz, ohne Zweifel einer der größten Köche Österreichs und noch amtierender "Koch des Jahres", hat letzte Woche beim Meinl am Graben gekündigt und übernimmt gemeinsam mit einem noch ungenannten Partner die gastronomische Leitung des geplanten Top-Restaurants im Prachtpalais.

Bei Meinl am Graben am Limit
Die Gründe für seinen Abgang beim Meinl am Graben, wo er neben Küche auch noch für Catering, Take Away und allerlei sonst zuständig war: "Ich wollte aus dem Gewurschtel rauskommen, wo ich Arbeitstage mit vierzehn Stunden hatte und es sich trotzdem nicht ausgegangen ist. Ich sehe dort vom Personellen bis zum Platz alles am Limit, und ich bin schon länger angestanden."

Eröffnung des Luxusrestaurants Anfang November
Pühringer akzeptierte Petz' Vorgabe für ein nur fünf Tage und ausschließlich abends geöffnetes Luxusrestaurant. Die Eröffnung ist gemeinsam mit einem Suitenhotel für Anfang November geplant, ein Name mit Wien-Bezug wird noch gesucht. Die Architektur definiert Petz mit "klassisch-modern", vorgesehen sind Kirschholzpaneele, schwarze Ledereinfassungen, ein sandsteinfarbener Boden und lindgrüne Sessel. Das Lokal liegt im Mezzanin auf der Terrassenebene mit Stadtparkblick und wird bei großzügigen Tischabständen 70 Plätze fassen. Sechs Prunkräume im ersten Stock stehen für Veranstaltungen bereit.

Sensationeller Weinkeller
Neben der äußerst luxuriösen Ausstattung dürfte auch der Weinkeller für Aufsehen sorgen. Petz: "Da gibt es ein sehr großzügiges Budget, nachdem unser Chef ein Weinfreak ist und sich eine sehr gute Weinkarte wünscht." Naturgemäß wird man im Palais Coburg in der Liga der absoluten Top-Restaurants mitspielen, nach Hauben- und Sternen-Wunschlisten fragt man beim stets zurückhaltend bis bescheiden agierenden Petz allerdings vergeblich: "Ansagen wie ,das Beste von Wien, Österreich oder Mitteleuropa' sind mir äußerst unsympathisch. Wir werden einfach das Beste draus machen." Das Segment der Top-Lokale sieht Petz trotz der akuten Wirtschaftslage ungefährdet: "Die erste Reihe lebt problemlos. Ganz große Probleme hat eher die zweite Garnitur. Und unten geht's dann wieder."

Petz bis Ende Juni im Meinl am Graben
Dass es beim Meinl am Graben auf hohem Niveau weitergeht, ist Petz "ein ehrliches Anliegen", einen möglichen Nachfolger hat er bereits ins Spiel gebracht. Petz-Fans haben nun noch bis Ende Juni Zeit, ein letztes Mal seine Kreationen mit Grabenblick zu verspeisen.

28.5.2003 11:01
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