TA im Erstquartal mit EBIT-Minus und Umsatzplus
- Heuer sollen weitere 600 Mitarbeiter abgebaut werden
- Leichte Margenverbesserung im Festnetz
Die Telekom Austria hat im ersten Quartal 2003 einen leichten Rückgang beim Betriebsergebnis (EBIT) sowie ein kleines Plus bei Umsatz und Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbucht und lag damit über den Analystenerwartungen. Für das Gesamtjahr 2003 geht die TA nun nur mehr von einer Stagnation - "stabilen Entwicklung" - des Umsatzes und EBITDA aus. Ende März 2003 hatte TA-Generaldirektor Heinz Sundt bei der Bilanzpressekonferenz noch ein "weiteres leichtes Ergebniswachstum" in Aussicht gestellt.
Im neu zusammengefassten Festnetz-, Internet- und Datengeschäft (Wireline-Geschäft) werde 2003 auf Grund von höheren Zusammenschaltungskosten und einmaligen Kosten durch das geplante neue Pensionsystem ein EBITDA-Rückgang erwartet, der durch einen weiteren EBITDA-Anstieg im mobilen Wireless-Bereich ausgeglichen werden sollte, hofft die TA, die heute das Ziel, für 2003 eine Dividende auszahlen zu wollen, bekräftigte. Analysten haben auf den steigenden Wettbewerbs- und Margendruck im Mobilfunkgeschäft verwiesen und der TA zu einem Einstieg bei der bulgarischen MobilTel geraten.
Umsatz steigt dank Mobilkom
Das EBIT ging von Jänner bis März 2003 wegen "höheren Abschreibungen und Wertminderungen" um 3,9 Prozent auf 121,9 Mio. Euro zurück, teilte die TA mit. Der Umsatz stieg vor allem dank Mobilkom Austria leicht um 0,4 Prozent auf 966,5 Mio. Euro, das EBITDA erhöhte sich um 1,5 Prozent auf 405,9 Mio. Euro. Das konsolidierte Nettoergebnis stieg um 14,9 Prozent auf 43,1 Mio. Euro.
Nettoverschuldung gesunken
Die Nettoverschuldung sank im ersten Quartal von 3,204 Mrd. Euro auf 3,162 Mrd. Euro. Darin sei auch der Kaufpreis für den im Jänner 2003 zusätzlichen Anteil an der VIPnet in der Höhe von 20,9 Mio. Euro enthalten. Damals hatte die TA-Tochter Mobilkom Austria ihren Anteil an der VIPnet von 71 auf 80 Prozent aufgestockt. Der TA-Aufsichtsrat hat indes Unternehmenskreisen zufolge gestern eine weitere Aufstockung des Anteils auf 98 Prozent beschlossen.
Stellenabbau geplant
Die Zahl der Mitarbeiter ging per Ende März 2003 um 1.414 Personen auf 14.830 Beschäftigte zurück. Heuer sei ein weiterer Personalabbau "von mindestens 600 Stellen" geplant, hieß es. Ende März 2003 hatte Sundt noch von 500 Mitarbeitern gesprochen, die heuer abgebaut werden sollen.
Im Festnetz verzeichnete die TA im Erstquartal eine leichte Margenausweitung von 37,4 Prozent auf 38,8 Prozent, im Mobilfunk gab es hingegen einen leichten Margenrückgang von 41,6 Prozent auf 40,0 Prozent. (apa/red)
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