Disney: Mit Metalldetektoren gegen Filmpiraterie
- Auch Einsatz von Nachtsichtbrillen geplant
Disney Pictures will mit aller Kraft verhindern, dass ihr neuester - in Kooperation mit Pixar Films entstandener - Animationsfilm "Finding Nemo" illegal im Kino mitgeschnitten wird. Um etwaige Versuche zuverhindern wurde eigens ein Security-Unternehmen beauftragt, Besucher des Filmes genau zu beobachten. Außerdem sollen Metalldetektoren eingesetzt werden, die Digitalkameras aufspüren, wie die BBC berichtet.
In 25-Minuten-Schichten sollen außerdem spezielle Nachtsichtbrillen mögliche von Videorekordern stammende Lichtquellen entlarven. Sicherheitsbeauftragter Robert Kendrick erklärt: "Diese Brillen verstärken das Licht und bringen das Bild zum Leuchten."
Warnung auf Kino-Tickets
Auf den Preview Tickets für "Finding Nemo" (Österreichstart: 27. November) habe Disney Pictures außerdem eine Warnung vor illegaler Aufzeichnung des Films drucken lassen, so BBC. Die Kinobesucher werden darauf hingewiesen, dass ihnen der Eintritt verweigert wird, sollte eine Videoausrüstung bei ihnen gefunden werden, bei Verwendung werde dieselbe sogar konfisziert. "Wir verlieren trotz strenger Anti-Piraterie-Maßnahmen der Filmindustrie zwischen drei und vier Mrd. Dollar jährlich durch dieses Problem", sagt Rich Taylor, Sprecher der Motion Picture Association of America, die Hollywoods größte Studios wie Disney und Fox vertritt.
So wurde erst kürzlich der Blockbuster "The Matrix Reloaded" Opfer der Film-Piraterie. Kopien des Streifens waren bereits weniger als zwei Wochen nach dem Filmstart im Internet zu haben. Die neue Praxis, mit Metalldetektoren und Nachtsichtbrillen illegale Raubkopien zu verhindern, wurde bereits für die Filme "X-Men 2" im Mai und zuletzt für "Down with Love" mit Renee Zellweger und Ewan Mc Gregor verwendet.
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