Sega verhandelt mit EA
- Vertriebs-Joint-Venture in Nordamerika soll Kosten sparen
·Keine Fusion
Der Poker um Sega hält weiterhin an
Der japanische Computerspiele-Hersteller Sega verhandelt mit dem US-Konkurrenten Electronic Arts (EA) über einen gemeinsamen Vertrieb für Nordamerika. Das finanziell angeschlagene Unternehmen prüfe derzeit ein Angebot von EA, berichtet die Los Angeles Times. Nähere Informationen wurden von beiden Unternehmen nicht bekannt gegeben. Ein mögliches Zusammengehen mit EA wirft jedoch Fragen über die Zukunft von Visual Concepts auf, der US-Tochter von Sega.
EA zeigte sich bereits im Februar an Visual Concepts interessiert. Die Softwareschmiede stellt vor allem Sportspiele her und ist damit ein Konkurrent in einem wichtigen EA-Teilmarkt. Ein Vertriebs-Joint-Venture würde wohl nur dann zustande kommen, wenn Sega aus der Sportspiele-Produktion aussteigt. Eine Übernahme der Sega-Tochter im Falle einer Vertriebskooperation scheint daher möglich.
Der japanische Game-Produzent macht die Hälfte seiner Umsätze mit Computerspielen in Nordamerika. Ein Joint-Venture mit EA, einem der Großen der Game-Branche, würde Sega weiter Kosten sparen helfen. Das Unternehmen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nach fünf Jahren wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die Fusionsverhandlungen mit Sammy und Namco wurden auf Eis gelegt. Die Suche nach einem strategischen Partner drängt. (pte/red)
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