Europäische Luftlinien erwarten große Verluste 2003
- Bis zu 2,5 Mrd. Dollar (2,1 Mrd. Euro) Minus befürchtet
- Milliardenverluste und Entlassungen drohen (Kasten)
Die Situation im Luftverkehr verschlechtert sich weiter. In der vorvergangenen Woche sind die Verkehrszahlen der europäischen Airlines gegenüber dem Vorjahreszeitraum überraschend um fast zehn Prozent eingebrochen. Das war der mit Abstand stärkste Rückgang seit Ende des Irak-Kriegs. Nach derzeitigem Stand geht die Vereinigung der europäischen Fluglinien (AEA) von einem operativen Gesamtverlust zwischen einer und 2,5 Mrd. Dollar (2,10 Mrd. Euro) aus.
Nach derzeitigem Stand geht die Vereinigung der europäischen Fluglinien (AEA) für ihre 30 Mitglieder für das heurige Jahr 2003 von einem operativen Gesamtverlust zwischen einer und 2,5 Mrd. Dollar (2,10 Mrd. Euro) aus.
Damit käme die Europäische Luftfahrt dem Rekordverlust von 3 Mrd. Dollar nahe, den sie 2001 nach den Terroranschlägen vom 11. September verbuchen mussten. Im vergangenen Jahr hatten die AEA-Gesellschaften einen Verlust von 900 Mio. Dollar eingeflogen.
Im Gesamtjahr 2003 erwartet die Organisation für die europäischen Fluglinien kumuliert erhebliche operative Verluste. Begründet werden die Rückgänge vor allem mit der Angst vor der Lungenkrankheit SARS. Die Verkehrszahlen auf Flügen in den Fernen Osten brachen in der vorvergangenen Woche um 31 Prozent ein, der stärkste Rückgang in diesem Jahr.
Seit Jahresbeginn haben die europäischen Fluglinien insgesamt einen Rückgang von knapp zwei Prozent hinnehmen müssen. "Die Bandbreite der Erwartungen, wie das Gesamtjahr ausgehen wird, reicht derzeit von 'schlecht' bis zum 'schlimmsten Ergebnis, das die Branche je erlebt hat'. Mit jedem Ergebnis wie jenes der vorvergangenen Woche kommen wir näher an das Worst-Case-Szenario heran", so Schulte- Strathaus. (APA/Red.)
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