Steuerlast: Österreich liegt weltweit an fünfter Stelle
- Forbes: Frankreich teuerstes Steuerland
Mit einem Index von 179,4 ist Frankreich laut einer Rangliste des US-Wirtschaftsmagazins "Forbes" das teuerste Steuerland der Welt. Es folgen Belgien (153,1), Schweden (149,8), sowie Italien und China mit jeweils 145. Österreich liegt mit 144 Punkten an fünfter Stelle vor Norwegen mit 139,7, Griechenland mit 136,9, der Slowakei mit 136,8 und Finnland mit 135,5 Punkten.
Bei der Rangliste mit dem Titel "Index der Fiskalmisere" berücksichtigt Forbes sämtliche Steuersätze und Sozialabgaben. Die französische Agentur für internationale Investitionen AFII beanstandete die Daten allerdings als "unwissenschaftlich". "Diese Rangliste hat keinen wissenschaftlichen Wert, die begleitende Analyse wurde im schlechten Glauben und mit bösen Absichten erstellt", empörte sich die AFII-Präsidentin Clara Gaymard gegenüber der Tageszeitung "Le Figaro".
Ratschläge für US-Unternehmen
US-amerikanischen Unternehmen, die in Europa investieren möchten, rät "Forbes" an, sich in den zehn neuen Beitrittsländern der Union anzusiedeln. In Zypern beträgt der Steuerindex etwa 74,3, in Malta 105. Im Durchschnitt beträgt der Index in den zehn künftigen Unionsländern 115, knapp weniger als in Deutschland mit 117.
Die Agentur AFII gab dagegen zu bedenken, dass die Investitionen von Ausländern in Frankreich im Vorjahr noch 49,8 Mrd. Euro betrugen. Dies bedeutet zwar einen Rückgang von 10 Prozent in Bezug auf 2001, allerdings beträgt die Investitionsabnahme im internationalen Vergleich minus 25 Prozent. Die AFII betont weiter, dass die US- Amerikaner trotz der Konjunkturflaute im Vorjahr die ersten Investoren in Frankreich vor den Deutschen und Italienern blieben. (apa/red)
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