Dienstag, 27. Mai 2003

Euro-Überweisungen werden billiger und schneller

  • Nicht freiwillig: Vorstoß ist Umsetzung einer EU-Verordnung
  • Über 1,19 US-Dollar: Euro erreicht neuen Höchststand

Grenzüberschreitende Banküberweisungen innerhalb der EU sollen billiger und schneller werden. Dazu haben die europäischen Banken mit Investitionen von knapp zehn Millionen Euro eine neue Abrechnungsstelle geschaffen. "Das ist eine gute Nachricht für die Kunden", meinen die Banken, die sich hier allerdings einer EU-Verordnung fügen.

Wie berichtet hat die EU vor zwei Jahren per Verordnung beschlossen, dass die Banken zum 1. Juli 2003 ihre Tarife für Euro- Auslandstransfers in der EU auf das jeweilige deutlich niedrigere Inlandsniveau drücken müssen.

Von Kunde zu Kunde solle eine Euro-Überweisung in der EU höchstens drei Geschäftstage dauern, sagte Lichter. Bisher seien 18 Großbanken Europas an dem Projekt beteiligt, darunter die Deutsche Bank, die Dresdner Bank und die Westdeutsche Landesbank. Diese Banken stellen dann die Verbindungen zu anderen Kreditinstituten her.

Der Start neuen Abrechnungssystems wird laut früheren Angaben der OeNB in Österreich in mehreren Etappen erfolgen. Im ersten Schritt wird die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) den "Country Entry Point" für Österreich übernehmen. Im Sommer dürfte dann die Raiffeisen Zentralbank (RZB) dazu stoßen. Bis zum Oktober werden in zwei Wellen insgesamt knapp 40 weitere Institute als Direktteilnehmer folgen.

Um von 1. Juli an von den verbilligten Überweisungen zu profitieren, müssen Kunden die international standardisierte Kontonummer des Empfängers (IBAN) und eine ebenfalls vereinheitliche Bankleitzahl (BIC) der Zielbank verwenden. Der Höchstbetrag liegt zunächst bei 12.500 Euro. (apa)

27.5.2003 16:25