Industrielle drohen den Gewerkschaftern
- Schadenersatzforderungen wegen der Streiks
·Neue STREIKS!
Kämpfen, bis wir unser Ziel erreichen
·NEWS-Umfrage
47 Prozent sind für neue Streiks!
Die Industriellenvereinigung droht dem ÖGB vor weiteren Streiks gegen die Pensionsreform mit Schadenersatzforderungen. "Die österreichischen Industriebetriebe wollen nicht in Geiselhaft für offensichtlich übergeordnete politische Ziele der Gewerkschaften genommen werden", sagte IV- Generalsekretär Lorenz Fritz. Schadenersatzforderungen würden bereits rechtlich geprüft.
Aus Sicht der Industriellenvereinigung handelt es sich bei den Kampfmaßnahmen um "politische Streiks". "Die Gewerkschaften entscheiden mit über die Arbeitsplätze der Zukunft. Das sollte allen, die aus politischen Gründen Streiks in einer angespannten konjunkturellen Situation vom Zaun brechen, bewusst sein", betonte Fritz.
Auch Wirtschaftskammerpräsident Leitl bezeichnet die Streikandrohung als nicht gerade hilfreich. Die Konjunkturentwicklung sei ein zartes Pflänzchen, Streiks seien da derzeit keine Hilfe. Leitl wertete das gestrige Ergebnis als Erfolg, da man sich prinzipiell auf die Einführung von Pensionskonten für alle Berufseinsteiger und ein Übergangssystem für alle unter 35-jährigen geeinigt habe.
Zum heutigen Streikbeschluss für kommenden Dienstag sagte Leitl: "Die Situation in Österreich wird international sehr aufmerksam verfolgt. Über jeden Streiktag in Österreich freuen sich die Schweizer, weil mehr Deutsche zu ihnen kommen. Und auch die Ungarn lassen grüßen." Da jeder vierte Betrieb in Deutschland eine Standortverlagerung ins Ausland überlege, komme der Standortqualität aktuelle Bedeutung zu. (apa)
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