WIFO: Konjunktur in Österreich stagniert
- Flaue Nachfrage & Dollar-Schwäche drücken Konjunktur
In Österreich stagniert die Konjunktur. Für eine Belebung der Investitionstätigkeit der Unternehmen gebe es keine Hinweise, die Konsumnachfrage der privaten Haushalte dürfte nur verhalten steigen, so das Wirtschaftsforschungsinstitut. Das Wachstum des Warenexports schwäche sich ab, da eine Wirtschaftsflaute vorherrsche, die durch die Dollar-Abwertung zusätzlich verstärkt werde.
Der Preisauftrieb hat sich laut Wifo markant verlangsamt, die Arbeitslosigkeit steige weiter. Nach wie vor leide die heimische Konjunktur unter einem Mangel an Nachfrage, eine Erholung zeichne sich nicht ab, hält das Wifo fest. Seit Jahresbeginn seien auch die Impulse von der Auslandsnachfrage schwächer, die in den vergangenen zwei Jahren das Wirtschaftswachstum in Österreich getragen habe.
Im Jänner und Februar 2003 lag der Warenexport im Durchschnitt nominell um nur noch gut 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Nachfrage aus dem EU-Binnenmarkt und aus Mittelosteuropa sei bereits rückläufig gewesen, die Exporte nach Südosteuropa hätten sich dagegen lebhaft entwickelt, so das Wifo.
Das Nachlassen des Exportwachstums spiegle die ungünstige Konjunktur bei wichtigen österreichischen Handelspartnern wider. Die Wirtschaft der Eurozone stagniere, Deutschland könnte bereits zum zweiten Mal seit 2001 in einer Rezession sein. In der nun seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Krise der europäischen Wirtschaft komme vor allem das Fehlen der Binnennachfrage zum Ausdruck.
(APA)
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