Montag, 26. Mai 2003

Sparkassen bauen Stellen ab, straffen Filialnetz

Nach jahrelangen Fusionen, die in Österreich die Zahl der Sparkassen auf mittlerweile 62 gedrückt hat, hat sich "die große Fusionswelle aufgehört zu drehen", glaubt der Präsident des österreichischen Sparkassenverbands, Josef Kassler.

Weiter gestrafft wird aber das Filialnetz. Im laufenden Jahr 2003 wird auch die Zahl der Mitarbeiter reduziert.

"Das Ende der Fahnenstange" werde man mit 62 Sparkassen noch nicht erreicht haben, sagte Kassler. Es werde die eine oder andere Fusion noch geben, entweder aus normaler Strukturbereinigung oder weil irgend eine Kasse vielleicht "nicht so glücklich gewirtschaftet hat". Binnen zehn Jahren soll die Zahl der Zweigstellen um mehr als 10 Prozent zurückgefahren werden.

Während im Vorjahr die Zahl der Sparkassenmitarbeiter im Inland noch anstieg, ist für das laufende Jahr 2003 eine Reduktion vorgesehen. Die Erste Bank hatte heuer bereits zu Jahresbeginn bestätigt, im Inland heuer 6 Prozent der Stellen abbauen zu wollen. Der Stellenabbau solle aber durchwegs über natürliche Fluktuation erfolgen. Von deutschen Verhältnissen sei man weit entfernt.

Im Jahr 2002 ist der Personalstand im Sparkassen-Bankbetrieb in Österreich noch um 4,5 Prozent auf 15.718 gestiegen, wobei ein Drittel dieses Zuwachses auf die boomende Teilzeit entfiel.

Überaus starke Zuwächse verbuchte auch die Sparkassengruppe 2002 beim e-Banking. Ab Juli 2003 brauchen die Kunden nur mehr eine einzige Zugangsberechtigung für die Anwendungen netbanking, phonebanking, mobilebanking, netpay und nettrading. Ab Juli kann bei den Sparkassen erstmals auch ein Sparbuch direkt über netbanking abgeschlossen werden. (apa)

26.5.2003 13:56