Dienstag, 27. Mai 2003

Austria auf Trainersuche: Wird es Joachim Löw?

  • Wie lange verpulvert Austria-Boss Stronach noch Millionen?
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Erfolg ist noch lange kein Garant für Ruhe und Harmonie. Das beweist der österreichische Meister Wiener Austria im Moment äußerst eindrucksvoll. Sportdirektor Peter Svetits hatte am Dienstag in einer Pressekonferenz im Horr-Stadion verkündet, dass er sich mit sofortiger Wirkung beurlauben lasse. Nachdem auch Trainer Christoph Daum praktisch fix weg ist, macht man sich bereits auf die Suche nach einem Nachfolger. Kommende Woche soll der neue Coach präsentiert werden, ein heißer Kandidat ist der deutsche Ex-Tirol-Trainer Joachim Löw.

"Es gibt Gespräche mit mehreren potenziellen Kandidaten. Frank Stronach wird sehr rasch entscheiden, schon Anfang bis Mitte nächster Woche wird der neue Mann präsentiert", erklärte Austria-Vizepräsident Andreas Rudas am Mittwoch.

Wirft Stronach das Handtuch?
Gut 100 Millionen Euro hat Stronach bislang in den heimischen Fußball investiert, den Großteil bei Austria. Der Erfolg: Ein Meistertitel. Unzählige Trainer, Manager und Berater - plus Ablösen in Millionenhöhe - wurden verbraucht. Jetzt muss Stronach in Personalfragen wieder bei Null anfangen: Neue Trainer und neue Manager werden sicher wieder einmal neue Spieler holen. Und eins ist seit Daum und Djalminha klar: Superstars meiden Österreich und auch die Austria wie die Pest. Also nur eine Frage der Zeit, bis Stronach sich vom Fußballengagement zurückzieht?

Svetits-Abgang unvermeidbar
"Ich bin jetzt einmal sechs Tage nicht erreichbar. Am Montag oder Dienstag gibt es dann weitere Gespräche, ich gehe aber davon aus, dass es dabei nur mehr um die Vertragsauflösung geht", erklärte der Burgenländer. Svetits hatte Bundesliga-Präsident und Austria-Mäzen Frank Stronach zuvor seinen Rücktritt angeboten, den der Magna-Boss allerdings ablehnte.

Dem Wunsch Svetits' nach Beurlaubung kam der Austro-Kanadier aber nach. Hintergrund für seine Entscheidung war laut Svetits eine routinemäßige Sitzung des Finanz-Jour-Fixe am Vormittag, bei der es zu massiven Auffassungsunterschieden gekommen sein soll. An diesem Treffen hatte auch der neue Stronach-Berater Günther Kronsteiner teilgenommen.

(apa/red)

27.5.2003 13:40