Burmesische Junta nimmt Opposetionelle fest
- Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi in Haft
Das Militärregime in Burma hat zu einem neuen Schlag gegen die unterdrückte Demokratiebewegung ausgeholt. Nach der erneuten Festnahme von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi haben die Machthaber in Rangun alle Büros der Nationalen Liga für Demokratie schließen lassen. UNO-Generalsekretär Annan hat die Junta eindringlich zum Dialog mit der Demokratiebewegung aufgerufen.
Ein Militärsprecher in Rangun hatte zuvor erklärt, die Vorsitzende der Nationalen Liga für Demokratie sei nach blutigen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern ihrer Bewegung und Gefolgsleuten des Militärs "vorübergehend unter den Schutz der Behörden gestellt" worden. Bei den Zusammenstößen sollen vier Menschen getötet und rund 50 weitere verletzt worden sein.
Suu Kyi, deren Hausarrest vor einem Jahr aufgehoben worden war, wurde am Samstag während ihrer mehrwöchigen Rundreise in die nördlichen Provinzen festgenommen.
Nach Sieg bei Parlamentswahlen Festnahme
Die NLD hatte unter ihrer Führung die Wahlen zu einer Verfassunggebenden Nationalversammlung im Jahr 1990 mit Vierfünftelmehrheit gewonnen, wurde aber von der Militärdiktatur an der Regierungsübernahme gehindert. Suu Kyi ist als Tochter des ermordeten burmesischen Unabhängigkeitsführers und Nationalhelden General Aung San überaus populär.
(apa)
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