1.400 Mann starke US-Einheit sucht nach Waffen
- Zweifel am Irak-Kriegsgrund der USA
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Auf der Suche nach angeblichen irakischen Massenvernichtungswaffen wollen die USA einen neuen Anlauf unternehmen. Die bis zu 1.400 Mann starke Irak-Überwachungsgruppe soll sich außerdem um die "Aufdeckung von Kriegsverbrechen" der gestürzten Regierung kümmern, sagte der mit der Leitung beauftragte Geheimdienstoffizier Keith Dayton. Er erwartet sich jedoch eine langfristige Suche.
Wegen der bisher erfolglos verlaufenenen Suche nach Bio- und Chemiewaffen, deren Existenz die USA und Großbritannien vor dem Krieg als wichtigsten Grund für eine Invasion angegeben hatten, gerieten die Regierungen in Washington und London zuletzt zunehmend unter Druck. Nach Massenvernichtungswaffen sollen jedoch nur rund 300 der weit über 1.000 Experten aus den USA, Großbritannien und Australien suchen. Die übrigen sollen sich mit "Kriegsverbrechen, Terrorismus, Kriegsgefangenen und vermissten Soldaten" befassen.
US-Vizeverteidigungsminister Wolfowitz hatte eingeräumt, dass die Berichte über irakische Massenvernichtungswaffen in erster Linie aus politischen Gründen für einen Krieg ins Treffen geführt worden seien. Die Massenvernichtungswaffen Bagdads seien niemals der wichtigste Kriegsgrund für die USA gewesen. "Aus bürokratischen Gründen" habe sich die US-Regierung auf dieses Thema konzentriert, weil es "der eine Grund war, dem jeder zustimmen konnte", so Wolfowitz.
(apa)
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