Concorde nach letztem Linienflug in Paris gelandet

Eine französische Concorde hat am Samstag erfolgreich den letzten Überschall-Linienflug der Fluggesellschaft Air France von New York nach Paris absolviert. Die Maschine mit der Flugnummer AF 001 ("Sierra Delta") landete nach knapp vier Stunden auf dem Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle. Dort bereiteten fast 15.000 Schaulustige dem legendären Flugzeug einen letzten Empfang.
An Bord der Maschine waren laut Air France 79 Passagiere, unter ihnen der französische Verkehrs-Staatssekretär Dominique Busserau. "Es ist das Ende einer Luftfahrt-Ära", sagte Busserau vor dem Start in New York.
An Bord waren auch der Modemacher Francois Girbaud und Meisterkoch Alain Ducasse, der das Menu des letzten Fluges zusammengestellt hatte. "Dies ist ein großes Abenteuer mit einem schönen Ende", sagte Ducasse. "Für uns war dieses Flugzeug immer die Verkörperung des Unerreichbaren", erklärte der stellvertretende Direktor der Fluggesellschaft Air France, Pierre-Henri Gourgeon. Bereits beim Abflug hatten am Freitag in Paris etwa 2.000 Menschen am Rande des Flughafens den Start mit Tränen und Beifall begleitet. "Ich könnte heulen", sagte ein Pariser, der die Maschine mit dem Fernglas verfolgt hatte. "Es ist das schönste Flugzeug der Welt."
Air France hatte wegen steigender Kosten und sinkender Nachfrage am 10. April gemeinsam mit ihrem Partner British Airways nach 27 Jahren die Einstellung der teuren Verbindung angekündigt. Zuletzt hatten die Franzosen noch fünf Maschinen im Einsatz; die Briten wollen ihre sieben Maschinen Ende Oktober endgültig aus dem Verkehr ziehen.
Die Auslastung der weltberühmten Flugzeuge hatte nach dem Absturz einer Concorde am 25. Juli 2000 bei Paris nie wieder an frühere Zeiten anknüpfen können. Damals waren 113 Menschen getötet worden, unter ihnen 97 Deutsche. Zuletzt ließen zudem die schwache Konjunktur und die unsichere Weltlage die Nachfrage nach den rund 8000 Euro teuren Tickets für einen Hin- und Rückflug über den Atlantik einbrechen. (apa)
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