3.000 Menschen bei Protesten gegen G8-Gipfel
- Gegen-Veranstaltung zu G8 in Salzburg blockierte A10 (Kasten)
- PLUS: Alle Informationen zum Gipfel vom 1. bis 3. Juni (Kasten)
·A10-Blockade
"Nur" 4 km Stau
auf Tauernautobahn
·Gipfel in Evian
15.000 schützen die G8-Staatschefs
Zwei Tage vor Beginn des G8-Gipfels in Evian in Frankreich haben im schweizerischen Genf bis zu 3.000 Menschen gegen das Treffen protestiert. "Keine Grenzen, keine Abschiebung" riefen Demonstranten vor dem Sitz der Welthandelsorganisation (WTO). Die Polizei vertrieb die Demonstranten mit Trängengas.
Als der Demonstrationszug am Gelände der WTO vorbeizog, durchbrachen rund 100 zum Teil vermummte Demonstranten das Haupttor. Polizisten in Kampfmontur riegelten in der Folge das Gebäude der WTO ab. Den Eindringlingen gelang es trotzdem, am Gebäude Fenster einzuschlagen, Parolen zu sprayen und Lampen zu zertrümmern. Außerdem legten sie Feuer.
Rund 2.000 Menschen demonstrierten im Genfer UNO-Viertel. Abgesehen von einigen Scharmützeln verlief diese Kundgebung weitgehend friedlich. Gegen 13.00 Uhr bewarfen einige Dutzend junge Demonstranten den Sitz der Internationalen Organisation für Migration mit Steinen. Scheiben gingen zu Bruch. Die Polizei setzte Tränengas ein.
Die Proteste richteten sich insgesamt gegen die WTO, die Weltorganisation für geistiges Eigentum und die Internationale Organisation für Migration. Die drei Organisationen würden das Recht auf Bewegungsfreiheit einschränken und seien Teil eines globalen Systems, das die Armen zu Gunsten der wohlhabenden Nationen ausnütze, hieß es. Organisiert wurde der Protest in erster Linie von der Organisation No Border und den Globalisierungskritikern von Attac, wie aus den Internet-Seiten der Gipfelgegner hervorging. (apa)
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