Angebliches Schreiben Saddam Husseins aufgetaucht
- Aufruf zu weiteren Angriffen auf die US-Armee
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Der entmachtete irakische Präsident Saddam Hussein ruft in einer angeblich handschriftlichen Erklärung zu weiteren Angriffen auf die US-Armee auf. US- Verteidigungsminister Rumsfeld erklärte unterdessen, der Irak könnte seine chemischen Waffen schon vor Kriegsbeginn zerstört haben. Zugleich warnte er den Iran vor einer Einmischung in die Regierungsbildung im Irak.
In dem angeblichen Schreiben Saddam Husseins, das der Internet- Seite http://www.middle-east-online.com zugespielt wurde, fordert der ehemalige Machthaber seine Landsleute zum Boykott jeder Regierung auf, die von den "kriminellen Besatzungsstreitkräften installiert wurde."
Das auf den 25. Mai datierte Schreiben wäre das vierte Lebenszeichen Saddam Husseins. Die in London erscheinende arabische Tageszeitung "Al-Quds Al-Arabi" hatte in den vergangenen Tagen bereits drei Briefe veröffentlicht, die angeblich aus der Feder des spurlos verschwundenen Präsidenten stammen.
Irak soll Waffen zerstört haben
Der Irak könnte nach Angaben von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seine angeblichen chemischen und biologischen Waffen vor dem Kriegsbeginn zerstört haben. Rumsfeld sagte am Dienstag in New York, er wisse nicht, warum Irak im Krieg nicht wie von den USA vorhergesagt chemische Waffen eingesetzt habe. Vielleicht sei der US- Vorstoß zu schnell gewesen. Die USA und Großbritannien sind bis heute den Beweis für ihre vor dem Krieg aufgestellte Behauptung schuldig geblieben, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen. Die USA und Großbritannien hatten die Waffenfrage als wesentlichen Grund für ihre Invasion im März bezeichnet.
Rumsfeld warnte den Iran am Dienstag vor dem Versuch, sich nach dem Sturz Saddam Husseins in die Regierungsbildung im Irak einzumischen: "Der Iran sollte wissen, dass wir Bemühungen, den Irak nach dem Vorbild des Iran neu zu schaffen, entschlossen verhindern werden." Rumsfelds Warnung folgte Äußerungen von US-Außenminister Colin Powell, wonach Washington seine Kontakte mit dem Iran nicht abbrechen wolle. (apa)
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