Dienstag, 27. Mai 2003

Britischer Abenteurer vom Nordpol gerettet

  • Brite wanderte 764 Kilometer in 64 Tagen

Der britische Abenteurer Pen Hadow (41) ist am Dienstag mit einem Flugzeug vom Nordpol gerettet worden. Dort hatte er acht Tage mit ein paar Tüten Nüssen und etwas Schokolade festgesessen. Zuvor hatte er als erster Mensch allein und ohne moderne Hilfsmittel zu Fuß den Nordpol erreicht.

Steve Penikett von der kanadischen Fluggesellschaft, die den Rettungsflug ausführte, kritisierte den Briten. "Zu dieser Jahreszeit zum Nordpol zu wandern, ist etwas dumm", sagte er. "Damit bringt man das Leben vieler Menschen in Gefahr." Eine Landung Ende Mai sei sehr gefährlich, da das Eis nicht mehr an allen Stellen dick genug sei. "Zu dieser Jahreszeit auf dem Nordpol zu landen, ist nicht gerade das Schlaueste, was man machen kann", sagte Penikett. Hadow sei in guter Verfassung.

Der Abenteurer wird von den britischen Medien als "Held" gefeiert. Er hatte den Pol nach einer 764 Kilometer langen Wanderung erreicht. 64 Tage war er bei Temperaturen bis zu minus 45 Grad unterwegs. Es war bereits sein dritter Versuch. Aus Angst vor Eisbären schlief er nachts immer mit einem geladenen Gewehr neben sich. (apa/red)

27.5.2003 19:45