Termin für Sharon-Abbas-Treffen weiterhin unsicher
- Keine israelische Bestätigung für Donnerstag als Zeitpunkt
- Verwirrung um Verzögerungsgrund
·Dreier-Gipfel
Israel bereit zur Siedler-Räumung!
·Arafat fordert
Ende der Attentate auf Zivilisten
·Rückschlag
Für Abbas: Hamas bleibt bei Gewalt
Das Treffen des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon und des palästinensischen Regierungschefs Mahmud Abbas (Abu Mazen) am Donnerstag ist weiterhin unsicher. Abbas hatte am Mittwoch den Termin zwar offiziell mitgeteilt, eine Bestätigung von israelischer Seite stehe aber noch aus, räumte er ein. Sharons Büro erklärte, noch sei nach der Verschiebung des ursprünglich für Mittwoch geplanten Treffens am gestrigen Dienstag kein neuer Termin festgelegt worden. Über den Grund für die Verzögerung des Gipfeltreffens herrschte unterdessen weiter Verwirrung.
Am Dienstag hatte es zunächst von palästinensischer Seite geheißen, der Aufschub gehe auf eine Initiative von Palästinenserpräsident Yasser Arafat zurück, der zuvor noch Beratungen mit dem PLO-Zentralrat führen wolle. Anschließend erklärte der palästinensische Kabinettsminister Yasser Abed Rabbo, das Treffen Abbas-Sharon würde wie geplant am Mittwoch stattfinden. Daraufhin sagte jedoch Sharons Berater Raanan Gissin den Termin ab. Aus Kreisen des PLO-Zentralrats hieß es, Arafat habe mit dem Aufschub den USA und Israel deutlich machen wollen, dass nach wie vor er und nicht Abbas die Kontrolle über die Verhandlungen in der Hand habe. Informationsminister Nabil Amer bestritt hingegen am Mittwoch, dass es politische Gründe für die Verschiebung des Gesprächs gegeben habe.
Dreiergipfel in Jordanien
Das Treffen zwischen Abbas und Sharon soll den Weg zu einem Dreiergipfel mit US-Präsident George W. Bush ebnen. Dieser könnte bereits kommende Woche stattfinden, möglicherweise im jordanischen Akaba. Auch fünf arabische Staatschefs wollen mit Bush zusammentreffen, wie die ägyptische Nachrichtenagentur MENA meldete. Aus den USA gab es nach wie vor keine Bestätigung für ein Gipfeltreffen Anfang Juni zwischen Sharon, Abbas und Bush.
Abbas hat Israel aufgerufen, seine 14 Vorbehalte gegenüber dem Nahost-Friedensplan ("road map") aufzugeben, und den Plan als historische Möglichkeit zur "Rückkehr zur Normalität" zu begrüßen. Der Friedensplan war von den USA zusammen mit den UNO, der EU und Russland - dem so genannten Nahost-Quartett - entworfen worden. Die israelische Regierung hatte ihn am Sonntag vorbehaltlich einer Reihe von Bedingungen angenommen. (apa, red)
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