G8-Gipfel: Ab 1. Juni tagen Staatschefs in Evian
- Polizei erwartet gewalttätige Proteste in Lausanne und Genf
Von 1. bis 3. Juni tagen die G8-Staatschef im französischen Evian. 15.000 Polizisten aus drei Nationen werden aufgeboten um gewalttätige Proteste zu verhindern. Aufgrund der geographischen Lage von Evian am Genfer See wird vor allem die Schweiz von den Demonstrationen betroffen sein.
Dafür, dass die Regierungschefs in Evian ungestört tagen können sorgen vor allem französische Polizisten, die mehrere Sicherheitsringe um den Ort ziehen werden. Zudem stehen Flugabwehrraketen zur Verfügung und ein Radarsystem, das frühzeitig Alarm gibt, falls ein Flugzeug unerlaubt in den Luftraum über Evian eindringen sollte. Zudem ist es Privatbooten untersagt, in bestimmten Sicherheitszonen zu fahren.
Großteil will friedlich demonstrieren
Auch wenn die überwiegende Mehrheit der Demonstranten friedlich protestieren will, kam es bisher bei allen vergleichbaren Treffen immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei. In Genf ist man deshalb beunruhigt und hat um die Hilfe von 1.000 deutschen Polizisten gebeten. Außerdem sollen die eigenen 6.000 Polizisten von 700 weiteren Sicherheitskräften aus anderen Landesteilen der Schweiz verstärkt werden. Alles in allem werden Anfang Juni 15.000 französische und schweizerische Polizisten, Soldaten und Hilfskräfte mit dem Schutz der Tagung auf beiden Seiten des Genfer Sees beschäftigt sein.
Camping-Möglichkeiten für Demonstranten
Die Schweiz stellte den Demonstranten gut ausgestattete Camping-Möglichkeiten zu Verfügung und verweist darauf, dass Demonstrationen ein demokratisches Recht sind. Trotzdem werde man auf die gewaltbereiten Gruppen ein besonderes Auge werfen, kündigten die Genfer Behörden an. Viele Geschäfte und Ämter wollen während der angekündigten Demonstrationen trotzdem ihre Läden schließen. (apa/red)
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