Montag, 26. Mai 2003

Mädchen nach vier Tagen aus Trümmern gerettet!

  • Zahl der Bebenopfer in Algerien steigt noch immer
  • DIE BILDER: Helfer suchen verzweifelt nach Verschütteten!

Vier Tage nach dem schweren Erdbeben in Algerien ist ein 13-jähriges Mädchen nahezu unversehrt aus den Trümmern gerettet worden. Helfer bargen das Mädchen Sonntag Abend in der Stadt Bordj Menaiel 80 Kilometer östlich von der Hauptstadt Algier, wie der algerische Rundfunk am Montag berichtete. Es habe nur leichte Verletzungen erlitten.

Sein Überleben verdankte das Mädchen demnach Backwaren, die es kurz vor dem Beben am Mittwoch vor einem Geschäft zum Verkauf anbot. Die 13-Jährige teilte sich den Kuchen sorgsam in Rationen auf. In der Bevölkerung sorgte die Rettung für Aufsehen: Zahlreiche Menschen eilten herbei, um dem Mädchen Hilfe anzubieten und ihre Geschichte zu hören.

Bereits 2.162 Todesopfer
Die Zahl der Erdbebenopfer in Algerien steigt weiter. Mindestens 2.162 Menschen starben in den Trümmern, knapp 9.000 wurden verletzt, teilte das Innenministerium am Sonntagabend mit. Mehr als vier Tage nach dem Beben vom vergangenen Mittwoch gibt es kaum noch Hoffnung auf Überlebende in den Trümmern. Zu befürchten ist, dass in den nächsten Tagen noch Hunderte von Opfern geborgen werden.

Das Erdbeben hatte nach algerischen Angaben eine Stärke von 6,2 auf der Richter-Skala. Es war das verheerendste in der Region seit 1980. Das Epizentrum lag 70 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier. In der Region am Mittelmeer leben etwa 20 Millionen Menschen.

26.5.2003 08:02