Freitag, 30. Mai 2003

Haupt will nun doch 2004 wieder Parteiobmann werden

  • Haider wäre als Parteichef "völlig kontraproduktiv"
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Denn sie wissen nicht, was sie wollen ... Hieß es vergangene Woche noch, Kärntens LH Jörg Haider könnte noch bis Herbst neuer, alter Chef der FPÖ werden, ist nun wieder alles anders. Herbert Haupt will seinen Posten nämlich nicht räumen, Haider als Parteichef hält er weiters für "völlig kontraproduktiv".

Haupt in der "Kleinen Zeitung": "Es wäre für den Kärntner Landeshauptmann derzeit völlig kontraproduktiv, den Parteivorsitz übernehmen zu wollen, während er sich in Kärnten um seine Wiederwahl als Landeshauptmann bewirbt. Da würden sich die Kärntner mit Fug und Recht fragen, wie lange er dann noch Landeshauptmann bleiben will." Dass er selbst im Gegenzug nach Kärnten gehen könnte, ist für Haupt keine Möglichkeit: "Ich strebe den Sitz des Kärntner Landeshauptmanns nicht an. Weder heute noch morgen."

Reform wird vor dem Sommer beschlossen
Die Pensionsreform wird laut Haupt "zeitgerecht vor dem Sommer" beschlossen. Auf Termine will er sich aber nicht einlassen. Dass er selbst als Sozialminister für die heftig kritisierten Erstvorlage der Pensionsreform verantwortlich gewesen sei, weist Haupt zurück: "Das ist falsch. Diese stammt aus der Federführung von sieben Ministerien, zusammengefasst vom Finanzministerium. Wäre der Sozialminister alleiniger Herr des Verfahrens gewesen, würden der Kollege Grasser und sein Budget jetzt ziemlich ausgeplündert dastehen."

Die Verleihung des "Großen Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik" an Ex-FP-Klubobmann Peter Westenthaler lehnt Haupt ab: "Westenthaler erfüllt die Voraussetzungen für diesen Orden nicht. Er war nicht lange genug im Parlament, um diesen Orden bekommen zu können. Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die zehn Jahre warten mussten, um solch eine Auszeichnung zu bekommen. Eine Freundschaft zum ersten Nationalratspräsidenten kann dafür nicht ausreichen. Daher sträuben wir uns da gegen." (apa/red)

30.5.2003 19:47