Tauernautobahn am Freitag 30 Minuten lang blockiert
- Polizei erleichtert: Kein Verkehrschaos, "nur" 4 km Stau
- AFS als Gegenveranstaltung zu G8-Gipfel (siehe Kasten)
Eine halbe Stunde lang (von 14.45 bis 15.15 Uhr) wurde die Tauernautobahn (A10) am Freitag blockiert. Grund: Einige hundert Demonstranten sind von der Stadt Hallein zur A 10 gezogen, um gegen den Transitverkehr und Sozialabbau zu protestieren. Laut Polizei blieb das befürchtete Verkehrschaos aus, es gab "nur" vier Kilometer Stau.
Die Sperre der Tauernautobahn, die vom Austrian Social Forum organisiert wurde, war fast so schnell vorüber, wie sie begonnen hatte. "Wenn sich betroffene Bürger auf Grund ihrer Sorgen zum Transit auf die Straße stellen, dann habe ich dafür Verständnis. Aber die Aktivisten des Austria Social Forums protestieren gleichzeitig gegen Sozialabbau oder den Transport von Kriegsmaterial auf Autobahnen. Es kann sich doch nicht jeder, der ein Problem hat und sich politisch äußern möchte, auf die Straße stellen und Riesenstaus produzieren", kritisiert Verkehrsminister Gorbach die Blockade der Tauernautobahn. Die eigene Freiheit ende immer dort, wo die Freiheit des anderen beginne, so der Verkehrsminister.
Bei allem Verständnis für das demokratisch legitime Mittel der Demonstration müsse man dennoch Rücksicht nehmen auf unbeteiligte Dritte, die man insbesondere bei der Blockade einer Hauptverkehrsader schwer in Mitleidenschaft ziehe. Es solle den Aktionisten zu denken geben, "dass sich die Salzburger Plattform Transit nicht mit ihnen auf die Autobahn stellt", sagte Gorbach. So heiß wie gekocht wurde dann jedoch nicht gegessen, die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen. (apa/red)
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