Deutliche Steigerung von Einbürgerungen
- Kärnten: Stärkster Zuwachs an Einbürgerungen
- Rangliste: Türken vor Bosniern, Jugoslawen und Rumänen
Die Zahl der Einbürgerungen steigt weiter an. Nach einem Rekordwert im vergangenen Jahr wurde im ersten Quartal 2003 eine deutliche Zunahme verzeichnet, geht aus den jüngsten Daten der Statistik Austria hervor. So gab es von Jänner bis März dieses Jahres mit 9.111 neuen österreichischen Staatsbürgern gleich um 1.190 oder 15 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2002.
Insgesamt hatte das vergangene Jahr mit 36.011 Einbürgerungen einen absoluten Höchstwert erbracht. Sollte sich der Trend des ersten Quartals heuer fortsetzen, könnte es 2003 deutlich mehr als 40.000 Einbürgerungen geben.
Kärnten: Stärkster Zuwachs
Insgesamt wurde in sechs Bundesländern mehr Einbürgerungsbescheide ausgestellt. Den stärksten Zuwachs verzeichnete gegenüber dem Vorjahreszeitraum Kärnten mit einer Zunahme um 139 oder 74,3 Prozent auf 326 Einbürgerungsfälle, gefolgt von der Steiermark (plus 65,9 Prozent, 677), Niederösterreich (plus 57,5 Prozent, 1.175), Oberösterreich (plus 37,2 Prozent, 1.715), Salzburg (plus 20,8 Prozent, 576) und dem Burgenland (plus 9,9 Prozent, 210). Weniger Einbürgerungsbescheide wurden im ersten Vierteljahr 2003 nur in Wien (minus 1,1 Prozent, 3.344), in Tirol (minus 10,9 Prozent, 515) und in Vorarlberg (minus 18,5 Prozent, 573) ausgestellt.
Mindestens 10 Jahre in Österreich
Einbürgerungsgrund Nr. 1 war ein mindestes zehnjähriger Wohnsitz in Österreich. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 4.513 Ehegatten und Kinder österreichische Staatsbürger.
Unter den insgesamt 92 Herkunftsländern war die Türkei mit 2.992 Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. Aus Bosnien-Herzegowina kamen 1.775, aus Jugoslawien (Serbien-Montenegro) 1.343, aus Rumänien 799 und aus Kroatien 490 Neo-Österreicher. Dahinter folgen die Länder Mazedonien, Polen, China, Indien und Ägypten. (apa)
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