Mittwoch, 21. Mai 2003

Schlechte Zeiten für Infrastruktur-Anbieter

  • Im Mobilfunk-Bereich fällt Umsatz um 14 Prozent
  • Auch Gesamtjahr wird negativ eingeschätzt

Schlechte Zeiten für die Anbieter von Mobilfunk-Infrastruktur: Die Investitionen in diesem Bereich sind weltweit im ersten Viertel des Geschäftsjahres gegenüber dem unmittelbaren Vorquartal um ganze 14 Prozent zurückgegangen. Damit wurden global nur mehr 6,4 Mrd. Dollar mit Ausrüstungen für mobile Infrastruktur umgesetzt, teilten die Marktforscher der kalifornischen Dell'Oro-Gruppe mit.

"Wenn die saisonbedingte Schwäche auch zu erwarten war, so entwickelte sich das erste Quartal doch unter unseren Erwartungen", sagte Dell'Oro-Direktor Greg Collins. Auch für das Gesamtjahr zeigten sich die Marktforscher pessimistisch. Dell'Oro rechnet wegen anhaltend reduzierter Ausgaben und einer schwachen wirtschaftlichen Lage mit einer Fortsetzung des - negativen - Trends.

Europäische Standards verlieren
Nach Technologiebereichen aufgeschlüsselt verloren vor allem die "europäischen" Standards GSM, GPRS und EDGE an Boden. Der Umsatz mit Infrastrukturausrüstungen in diesen Bereichen fiel über ein Viertel. Fast unverändert gegenüber dem Vorquartal blieben die Erlöse mit der US-CDMA-Technologie. UMTS-Ausrüstungen boomten und legten um ein Viertel zu. Ebenfalls um knapp 25 Prozent mehr konnte mit Equipment für den chinesischen TDMA-Standard erlöst werden, allerdings von einem relativ geringen Level aus. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Dell'Oro-Website

    21.5.2003 10:15