Freitag, 23. Mai 2003

Eine Kinokarte für 30 Cent

  • Internet-Buchung ermöglicht neue Billig-Kinos in Großbritannien
  • Idee stammt von EasyJet-Begründer

Nachdem sich Billig-Fluglinien als gutes Geschäft erwiesen, wachsen in Großbritannien nun auch immer mehr Billig-Kinos aus dem Boden. Dort sind Karten ab umgerechnet 30 Cent zu haben. Wie in den Flugzeugen müssen die Besucher aber auf Service verzichten.

Es gibt weder eine Kinokasse noch Popcorn, Eis oder Getränke. Auch ihren Abfall müssen die Besucher selbst wieder mitnehmen. Die Idee stammt von Stelios Haji-Ioannou, dem Gründer der Billigfluglinie EasyJet.

Wer zuerst kommt zahlt weniger
Für die Premierenvorstellung in seinem ersten Billig-Kino in Milton Keynes nördlich von London hat der umtriebige Unternehmer 2400 Karten verkauft. Im Durchschnitt kostet eine Karte gut 2 Euro, doch wie bei den Billigfluglinien gibt es ein breites Spektrum von Preisen - je nachdem, wie früh man seine Karte im Internet bucht. Wer sich spontan für einen Kinobesuch entscheidet, für den sind am Eingang Computer mit Internetzugang aufgestellt. Er zahlt dann allerdings den Höchstpreis von 7 Euro.

Mehr Leute ins Kino locken
Auf Top-Angebote wie "Matrix" muss Haji-Ioannou bisher noch verzichten. Der bekannteste Film an diesem Wochenende ist die schon mehrere Wochen alte Liebeskomödie "Ein Chef zum Verlieben" mit Hugh Grant und Sandra Bullock. Nach eigenen Worten will Haji-Ioannou bei anderen Kinos keine Besucher weglocken, sondern die Leute durch die niedrigen Preise dazu animieren, öfter ins Kino zu gehen und sich einen Film auch mehrmals anzusehen. (apa/red)

23.5.2003 15:46