Washington verbietet Polizei-Ballerspiele
- US-Bundesstaat gegen "GTA: Vice City" und "Enter The Matrix"
- Prozess könnte dem Staat teuer zu stehen kommen
Als erster Bundesstaat der USA hat Washington den Verkauf von Videospielen reglementiert. Laut einem von Gouverneur Gary Locke unterzeichneten Gesetz ist die Abgabe von Games, in denen Gewalt gegen Polizisten angewendet wird, an Jugendliche unter 17 Jahren strafbar. Zu den betroffenen Titeln gehören unter anderem Kassenschlager wie "Grand Theft Auto: Vice City". Auch das kürzlich veröffentlichte Spiel "Enter the Matrix" wird wahrscheinlich auf den Index kommen.
Händlern, die gegen das neue Gesetz verstoßen, drohen Geldstrafen in Höhe von 500 Dollar. Die Branchenvereinigung der Spielehersteller IDSA hat wegen befürchteter Gewinnausfälle bereits eine Klage angekündigt. Der Verband beruft sich auf das verfassungsmäßige Recht der freien Meinungsäußerung und drohte offen damit, einen für die Kommune teure Prozesslawine auszulösen. Ein ähnliches Verfahren nach einem Verbot eines Arkade-Automatenspiels im Jahr 2002 kostete die Stadt Indianapolis Anwaltskosten in Höhe von 700.000 Dollar .
"Games sind Kunst"
Auch der internationale Zusammenschluss der Hersteller von Computerspielen IGDA will sich der Klage anschließen. "Games sind Kunst" und müssten daher entsprechenden Schutz genießen, so Jason Della Rocca, IGDA-Direktor, dessen Branche einen Jahresumsatz von 10,3 Milliarden Dollar generiert.
Eine ähnliche Regelung wie in Washington wird zur Zeit auch auf Bundesebene diskutiert. Der demokratische Senator Joe Baca aus Kalifornien hatte vor kurzem zum zweiten Mal seinen Entwurf zum "Protect Children from Video Game Sex and Violence Act" vor dem Senat eingebracht, der den Vertrieb indizierter Computerspiele an Jugendliche mit 5.000 Dollar bestrafen soll.
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