Supercomputer soll Verdächtige am Gang erkennen
- Datenschützer bestürzt über "Schnüffelprogramm"
·Bürgerrechte
Pentagon verteidigt Datenbankprojekt
Anhand ihres Ganges will die USA künftig mutmaßliche Terroristen identifizieren. Bewerkstelligen sollen dies ein neuer Supercomputer und modernste Kamera-Technik, die Verbrecher schon aus der Ferne erkennen sollen. Das System werde Menschen überdies auch an ihrer Iris oder Gesichtsmerkmalen erkennen.
Die Supercomputer, die Daten in bisher unerreichten Mengen speichern könnten, könnten zudem alle finanziellen Transaktionen, medizinischen und biometrischen Daten sowie Reisen Zehntausender Menschen verfolgen. Ziel des umstrittenen Programms ist, Terroristen schon auf die Spur zu kommen, bevor sie ihre Pläne verwirklichen.
Datenschützer sind bestürzt
Datenschützer in den USA sind bestürzt über das "Schnüffelprogramm", das vom ehemaligen Vize-Admiral John Poindexter entwickelt wurde. Sie hatten erreicht, dass der Kongress dem Vorhaben für "Totales Informations-Bewusstsein" einen vorläufigen Riegel vorschob. Die Abgeordneten forderten das Pentagon auf, mehr Einzelheiten über seine Absichten vorzulegen. (apa/red)
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