HP übertrifft alle Erwartungen
- 877 Millionen Dollar Gewinn im zweiten Quartal
- Umsatz wurde überraschend gesteigert
Hewlett-Packard (HP) hat Grund zum Jubeln. Im zweiten Geschäftsquartal hat der Konzern bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen der Analysten übertroffen. Grund dafür war dem Unternehmen zufolge vor allem die solide Entwicklung in der Druckersparte.
Vor Sonderposten habe der Gewinn im abgelaufenen Quartal (per 30. April) bei 0,29 Dollar (0,249 Euro) je Aktie oder 877 Millionen Dollar gelegen, teilte der weltweit zweitgrößte Computerhersteller mit.
Der im kalifornischen Palo Alto ansässige Konzern war vor einem Jahr aus der Fusion von HP und Compaq entstanden. Direkte Vergleichszahlen für die Geschäftsentwicklung im Vorjahr gibt es nicht, da die Fusion im Vergleichsquartal noch nicht abgeschlossen war. Mit Verweis auf Vorschriften der Aufsichtsbehörden nannte HP keine vergleichbaren Vorjahreszahlen auf Pro-forma-Basis.
Erwartungen der Analysten halten
Für das Gesamtjahr prognostizierte HP zudem, die Erwartungen der Analysten einzuhalten. Für das dritte Quartal rechnen diese derzeit bei HP mit einem Gewinn vor Sonderposten von 0,27 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 17,5 Milliarden Dollar. Für das Schlussquartal erwarteten die Experten zuletzt 0,35 Dollar je Aktie Gewinn vor Sonderposten und einen Umsatz von 19,0 Milliarden Dollar.
Druckersparte stützt positives Ergebnis
Konzernchefin Carly Fiorina sagte, HP habe ein Jahr nach der Übernahme von Compaq bei den Betriebskosten 3,5 Mrd. Dollar (3 Mrd. Euro) eingespart. Es gehe nicht mehr um die Integration der beiden Firmen. "Wir richten unser Augenmerk jetzt darauf, zu gewinnen und zu wachsen." Zur Branchenentwicklung sagte Fiorina, es gebe keine Anzeichen für eine kurzfristige Erholung der IT-Investitionen.
In der Druckersparte, dem größten und profitabelsten Geschäftsbereich, belief sich der operative Gewinn im zweiten Quartal auf 918 Mio. Dollar im Vergleich zu 907 Mio. Dollar im Vorquartal. In der Sparte Computerserver und Datenspeicher schmälerte sich der operative Verlust im zweiten Quartal auf sieben Mio. Dollar von 83 Mio. Dollar im Vorquartal. HP will die Sparte in der zweiten Jahreshälfte in die Gewinnzone zurückführen. "Es war die Sparte, die am meisten verloren hat. Deshalb ist es gut, dass sie sich so verbessert hat", sagte Dan Niles, Analyst bei Lehman Brothers. "Das Ergebnis sieht sehr solide aus." (apa/red)
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