Pressplay-Chef zum Napster-Geschäftsführer ernannt
- Ab 2004 kostenpflichtiges Musikangebot geplant
Napster hat einen neuen Geschäftsführer. Der amerikanische Softwarehersteller und Napster- Eigentümer Roxio ernannte dazu den ehemaligen Pressplay-Chef Mike Bebel. Roxio will bereits Anfang nächsten Jahres unter der Marke Napster ein kostenpflichtiges Musikangebot im Internet starten.
Mit dem Kauf der Musik-Plattform Pressplay in dieser Woche hatte das Unternehmen von Vivendi Universal und Sony auch die Erlaubnis erworben, Songs aller fünf großen Musikkonzerne kommerziell über das Internet anzubieten.
Neustart mit großen Investitionen
In den Neustart der nach Millionenklagen der Musikindustrie seit 2001 zwangsweise stillgelegten Tauschbörse will Roxio nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Dollar (rund 17 Mio. Euro) investieren. "Es ist unwahrscheinlich, eine Marke zu finden, die die Zielgruppe besser anspricht als Napster", sagte Philip Leigh, Analyst des Finanzdienstleisters Raymond James & Associates.
In wenigen Jahren werde Napster einen größeren Anteil am Geschäft bei Roxio ausmachen als das derzeitige Kerngeschäft mit Software. Napster hatte als einer der ersten Anbieter den Tausch von digitalen Musikdateien im Internet ermöglicht. Die Reste der Firma wurden Ende November 2002 Roxio zugesprochen. (apa/red)
