Dienstag, 20. Mai 2003

Zeitgenössische Musik im Internet

  • aAmplify: Kompositionen, Videos, Fotos & Texte in einem
  • Digitales Gesamtkunstwerk

Musik zeitgenössischer Komponisten haben es auch im Computernetz nicht leicht. Um ihre Stimmen vernehmbarer zu machen, hat eine Gruppe von Künstlern in Österreich das Web-Projekt aAmplify gestartet. In seltener Fülle finden sich dort Kompositionen, Videos, Fotos und Texte zu einem digitalen Gesamtkunstwerk zusammen.

"Ich möchte Musik schreiben, die Hörer in eine Art Whirlpool zieht und die Kraft hat, sie an einen anderen Ort zu bringen" - mit diesen Worten beschreibt der 28-jährige gebürtige Innsbrucker Johann Maria Staud ein Ziel seiner künstlerischen Arbeit. "Beim Komponieren geht es allein um Kommunikation." Im Internet ist Staud mit seiner Arbeit "A Map is Not the Territory" zu hören - begleitet von ergänzenden Texten, Kurzvideos aus dem Studio des aAmplify-Projekts und der Abbildung einer Seite der Partitur.

Shop ist geplant
Um die Musik möglichst vielen Internet-Nutzern auf den Lautsprecher zu bringen, werden die Daten in verschiedenen Formaten und für unterschiedliche Player bereitgestellt. Da hierbei ausschließlich Streaming-Techniken zum Einsatz kommen, kann die Musik nicht gespeichert und kopiert werden - geplant ist allerdings auch ein Shop, in dem man einzelne Werke gegen Zahlung einer Copyright-Gebühr für den Komponisten auf die Festplatte oder für den MP3-Player herunterladen kann.

In den "Frequently Asked Questions" gehen die aAmplifier u.a. auf die Frage ein, warum zeitgenössische Musik so unpopulär ist. Die Antwort lautet: "Weil sie schlecht produziert und schlecht vermarktet wird - zwei Dinge, die wir versuchen, hier zu korrigieren." (apa/red)

Weitere Informationen:

  • aAmplify-Website
  • Tchey-Website

    20.5.2003 10:23