Mittwoch, 21. Mai 2003

Pröll in NEWS: "4.Juni ist nicht spielentscheidend"

  • NÖ-VP-Chef bei mahnt zu Schüssel Rückkehr zum Konsens-Kurs
  • "Für sozial ausgewogene Pensionsreform"

In einem Interview für die neueste Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS spricht sich Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll gegen den 4. Juni als absolute VP-Deadline in Sachen Pensionsreform aus.

Wörtlich sagt der NÖ-VP-Chef in NEWS: "Termine sind in diesem Fall nicht die entscheidende Frage. Gibt es ein gemeinsames Verständnis bei den Inhalten einer gerechten Pensionsreform, dann gilt der alte Satz: Wo eine Wille ist, da ist auch ein Weg. Da spielen Daten und Fristen dann keine wirkliche Rolle mehr."

Pröll mahnt beim VP-Kanzler auch mehr Bereitschaft zum Konsens und eine Rückkehr zum Sallinger-Benya-Kurs des sozialpartnerschaftlichen Ausgleichs ein: "Jetzt geht es nicht um hart bleiben, sondern darum, sich wieder mehr an der Politik eines Rudolf Sallinger oder Anton Benya zu orientieren, die mit ihrer Art von Politik dazu beigetragen haben, dass Österreich heute so gut dasteht. Im Interesse einer sozial ausgewogenenen Pensionsreform sollten alle zusammenrücken und gemeinsam an einer Lösung arbeiten."

Der mächtige VP-Landeschef lässt im NEWS-Interview auch deutliche Kritik am bisherigen Kurs der VP in Sachen Pensionsreform anklingen: "Bis vergangene Woche hat sich meine Zufriedenheit in Grenzen gehalten. Der diesen Montag gestartete Runde Tisch des Bundeskanzlers mit den Sozialpartnern gibt mir die Hoffnung, dass sich der Zug in eine Richtung bewegt, die meinem Verständnis von Politik mehr entgegenkommt."

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21.5.2003 12:08