Schlechte US-Arbeitsmarktdaten: Euro steigt wieder!
- EZB lässt Leitzinsen weiterhin unverändert
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Nach seinem Sinkflug in den vergangenen Tagen hat der Euro am Freitag wieder kräftig aufgeholt. In London stieg er am Nachmittag über 1,24 Dollar. Am Vorabend waren in New York nur 1,2197 Dollar für die Gemeinschaftswährung gezahlt worden. Erst am Mittwoch war der Euro erstmals wieder unter die Marke von 1,21 Dollar gefallen und hatte damit seinen niedrigsten Stand seit fast drei Monaten erreicht.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Donnerstag ihre Leitzinsen unverändert bei zwei Prozent gelassen, obwohl europäische Politiker aus Sorge um den hohen Euro-Kurs eine Senkung empfohlen hatten.
Grund für den heftigen Kursanstieg waren enttäuschende Arbeitsmarktdaten aus den USA, denen die Händler in den vergangenen Tagen entgegengefiebert hatten. Nach Angaben des US- Arbeitsministeriums wurden im Februar außerhalb der Landwirtschaft nur 21.000 neue Jobs geschaffen, erwartet worden waren mindestens 125.000 neue Arbeitsplätze. Der Zuwachs ging dabei vollständig auf Neueinstellungen im öffentlichen Dienst zurück, die Beschäftigung in der Privatwirtschaft stagnierte dagegen. Die Arbeitslosenquote verharrte wie von Analysten vorausgesagt bei 5,6 Prozent.
Analysten bezeichneten die vom US-Arbeitsministerium vorgelegten Daten als Besorgnis erregendes Vorzeichen für die weitere Entwicklung der Konsumausgaben. Der Arbeitsmarkt gilt bisher als die Achillesferse der US-Konjunkturerholung. Das Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft hatte sich im Schlussquartal 2003 zwar stark verlangsamt, wies aber mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent immer noch auf eine kräftige Belebung hin. Die Beschäftigungsentwicklung hinkt dieser Expansion noch deutlich hinterher. (apa)
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