Freitag, 23. Mai 2003

Verdienstrückgang bei BBAG im 1. Quartal

  • Wegen schlechter Konjunktur & kaltem Winterwetter

Österreichs größter Bier- und Getränkekonzern, die Brau Beteiligungs-AG (BBAG), die kurz vor dem Verkauf an den niederländischen Brauriesen Heineken steht, hat im ersten Quartal 2003 deutlich weniger verdient. Das Betriebsergebnis (EBIT) sackte um fast 74 Prozent von 13 auf 3,4 Mio. Euro ab.

Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich um 28,8 Prozent auf 28,7 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Freitag ad-hoc bekannt. Der Umsatz ging um 8,5 Prozent auf 221,8 Mio. Euro zurück.

Das erste Quartal habe der Getränkebranche weltweit und besonders dem Biersektor in Zentraleuropa eine Reihe von Beeinträchtigungen gebracht, begründete BBAG den Rückgang. Mit Ausnahme von Österreich hätten alle BBAG-Heimmärkten Rückgänge verzeichnet. Die Gründe dafür seien neben der allgemeinen Konjunktursituation das kalte Winterwetter in der Region.

Dazu komme eine kalendermäßige Verschiebung: Durch den späten Ostertermin 2003 habe der Getränkesektor das Feriengeschäft heuer erst im April und somit im zweiten Quartal verbucht. Mit den Ergebnissen des Ostergeschäftes lägen die BBAG-Resultate deutlicher näher bei den Zahlen des Vorjahres. Das Finanzergebnis habe sich im ersten Quartal um 44,3 Prozent auf minus 3,09 Mio. Euro verbessert, das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) sei um 95,6 Prozent auf 0,3 Mio. Euro zurückgegangen, hieß es weiter.

Nach der Bekanntgabe der Übernahme durch Heineken hätten die BBAG- Kernaktionäre bis zum 13. Juni Zeit, das Kaufangebot für ihre Aktien anzunehmen, hieß es weiter. Danach beginne das Kartellverfahren für die EU bzw. für Ungarn und Polen. Heineken will wie berichtet für die Totalübernahme der BBAG/Brau Union einschließlich Auskauf des Streubesitzes 1,9 Mrd. Euro bezahlen, davon 1,5 Mrd. Euro in Cash. (APA)

23.5.2003 08:39