Dienstag, 20. Mai 2003

EU-Parlament lässt Bedarf an Ein-Euro-Scheinen prüfen

  • Festgestellt wird auch, ob 500-Euro-Schein abgeschafft wird
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Der Ein-Euro-Schein, ein vielfacher Wunsch in der Euro-Zone. Das EU-Parlament unternahm am Dienstag einen neuerlichen Versuch, diesen einzuführen. Der Währungsausschuss entschloss sich zu einem entsprechenden Prüfungsauftrag. Der Auschuss läßt damit prüfen, ob tatsächlich ein Bedarf in Europa an diesem neuen Geldschein besteht. Gleichzeitig wird festgestellt, ob der 500-Euro-Schein, ein beliebtes Fälschungsobjekt, wieder abgeschafft werden soll.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Außenpolitik, Elmar Brok (CDU), kündigte am gleichen Tag ebenfalls eine entsprechende Initiative an. Er werde gemeinsam mit dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, in einem Brief an den EZB-Präsidenten Wim Duisenberg für die EinfÜhrung einer Ein-Euro-Banknote plädieren. Dies sei wichtig, damit der Euro gegenüber dem Dollar nicht benachteiligt sei, betonte Brok.

Zum Vergleich: Ein-Dollar-Noten außerhalb Europas sehr beliebt
In vielen Ländern, etwa in Asien, Afrika oder auch Osteuropa, sei der Ein-Dollar-Schein ein wichtiges Zahlungsmittel besonders für Trinkgeld und andere kleinere Ausgaben. "Die Euro-Münzen will wegen der hohen Umtauschkosten keiner."

Randzio-Plath erwartet auch, dass die Bürger ein besseres Gefühl für den Wert eines Euro bekommen, wenn sie ihn als Geldschein in der Hand halten. Das würde deutlich machen, "dass der Euro so viel wert ist wie ein Dollar". Vor allem in den südlichen EU-Ländern wird die Forderung nach Einführung von Ein-Euro-Scheinen schon lange erhoben. Bisher wurde diese Forderung von der EZB allerdings zurückhaltend aufgenommen. (APA, Red.)

20.5.2003 23:18