Der ostdeutschen Metallindustrie droht Streik
- Verhandlungen über Einführung der 35-Std.-Woche gescheitert
In der ostdeutschen Metallindustrie stehen die Zeichen auf Streik: Die Tarifkommissionen der IG-Metall für die meisten ostdeutschen Bezirke erklärten die Verhandlungen über die Einführung der 35-Stunden-Woche am Dienstag für gescheitert. Die Gremien beantragten beim Vorstand der Gewerkschaft die Einleitung von Urabstimmungen zur Aufnahme regulärer Streiks.
Der IG-Metall-Bezirksleiter Hasso Düvel warf den Arbeitgebern vor, eine Einigung blockiert zu haben. Über die Einleitung von Urabstimmungen wird der IG-Metall-Vorstand am Mittwoch entscheiden. Dabei wird auch festgelegt, wo die Arbeitsniederlegungen stattfinden sollen.
Für das Scheitern der Tarifverhandlungen votierten in Leipzig die Tarifkommissionen für die Elektro- und Metallindustrie in Ost-Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie für die ostdeutsche Stahlindustrie. In Magdeburg fasste die Kommission für die Elektro- und Metallindustrie von Sachsen-Anhalt einen entsprechenden Beschluss. Die Entscheidungen für Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen stehen noch aus. Beginnen könnten die Urabstimmungen am Donnerstag. (apa)
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