Dienstag, 20. Mai 2003

Der ostdeutschen Metallindustrie droht Streik

  • Verhandlungen über Einführung der 35-Std.-Woche gescheitert

In der ostdeutschen Metallindustrie stehen die Zeichen auf Streik: Die Tarifkommissionen der IG-Metall für die meisten ostdeutschen Bezirke erklärten die Verhandlungen über die Einführung der 35-Stunden-Woche am Dienstag für gescheitert. Die Gremien beantragten beim Vorstand der Gewerkschaft die Einleitung von Urabstimmungen zur Aufnahme regulärer Streiks.

Der IG-Metall-Bezirksleiter Hasso Düvel warf den Arbeitgebern vor, eine Einigung blockiert zu haben. Über die Einleitung von Urabstimmungen wird der IG-Metall-Vorstand am Mittwoch entscheiden. Dabei wird auch festgelegt, wo die Arbeitsniederlegungen stattfinden sollen.

Für das Scheitern der Tarifverhandlungen votierten in Leipzig die Tarifkommissionen für die Elektro- und Metallindustrie in Ost-Berlin, Brandenburg und Sachsen sowie für die ostdeutsche Stahlindustrie. In Magdeburg fasste die Kommission für die Elektro- und Metallindustrie von Sachsen-Anhalt einen entsprechenden Beschluss. Die Entscheidungen für Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen stehen noch aus. Beginnen könnten die Urabstimmungen am Donnerstag. (apa)

20.5.2003 16:33