Mittwoch, 21. Mai 2003

Gruppenphase im UEFA-Cup so gut wie fix

  • Neues System könnte 2004 in Kraft treten

Das K.o.-System im UEFA-Cup steht vor dem Aus! Wenn es nach den Plänen der großen europäischen Klubs geht, soll es ab der Saison 2004/05 analog zur Champions League eine Gruppenphase geben. Der Beschluss wird möglicherweise bereits bei einer Sitzung des UEFA-Exekutiv-Komitees am 9. und 10. Juli in Nyon gefasst.

Schon zuvor werden am 12. Juni im Europäischen Klub-Forum (Österreichs Vertreter sind Rapid, Sturm und GAK) diese Vorhaben diskutiert. Das Ziel der Klubs ist klar: Mehr Geld. Bessere Vermarktung, garantierte Anzahl von Heimspielen sowie TV-Übertragungen und das Ausschalten der Gefahr, im k.o.-Modus auf der Strecke zu bleiben. Für Sturm-Manager Heinz Schilcher und Rapid-Manager Werner Kuhn ist klar, dass eine Gruppenphase kommen wird.

"Es gibt nur wenige Klubs, die nicht dafür sind", so Schilcher gegenüber der APA. "Die Gruppenphase wird kommen. Unklar ist nur noch, ob davor oder danach. Oder ob davor und danach k.o-Spiele stattfinden".

UEFA-Cup und Champions League "alternierend"
Wie die deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, plädieren Borussia Dortmund-Präsident Gerd Niebaum und Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG, für eine zeitliche Abstimmung von UEFA-Cup und Champions League in "alternierenden Wochen". Das heißt, in einer Woche würde nur Champions League gespielt, in der nächsten UEFA-Cup.

Die Idee der "alternierenden Wochen" wird von der UEFA geteilt. Strittig ist unterdessen die Einführung der Gruppenphase. "Ich würde gar nichts ändern, denn mit einer Reform würden dem UEFA-Cup-Wettbewerb seine Stärken genommen. Den Fans gefällt grundsätzlich das K.o.-System", meint auch Rummenigge.

(apa/red)

21.5.2003 14:46