Sonntag, 25. Mai 2003

Handball: Für ÖHB-Frauen startet WM-Countdown gegen Mazedonien

  • Teamchef Eliasen nominierte 20-köpfigen Kader
  • Fridrikas ist wieder fit und kratzt an "Tor-Schallmauer"

Sommer-Olympia 2004 wirft auch im Handball bereits Schatten voraus. Vom 1. bis 14. Dezember kämpfen die ÖHB-Frauen in Kroatien um ein Ticket nach Athen. Der Countdown auf das WM-Turnier, in dem zumindest der fünfte Platz zur Griechenland-Qualifikation her müsste, beginnt bereits an diesem Wochenende. Im Rahmen des Trainingslehrgangs lässt Teamchef Ole Eliasen im BSFZ Südstadt zwei Mal (Samstag 19 Uhr/Sonntag 16 Uhr) gegen Mazedonien testen.

Der Däne, der Ofenböck und Co. schon zur WM 2001 in Italien und zur EM 2002 in Dänemark geführt hat, versammelte dazu ab Freitag Abend 20 Spielerinnen um sich. Die Zeiten, als Serien-Meister Hypo Niederösterreich (diesmal nur drei Spielerinnen) das Gros des Kaders stellte, sind längst vorbei. Von ausländischen Vereinen kommen nicht weniger als acht, von heimischen zwölf Spielerinnen. Eliasen und sein Co. Mischa Godor können aus dem Vollen schöpfen.

Die 122-fache Internationale Ausra Fridrikas vom dänischen Klub Slagelse HB hat ihre Knieverletzung ausgeheilt, steht schon gegen Mazedonien wieder zur Verfügung und vor einer Schallmauer. Auf ihr 1.000. Team-Tor fehlen nur 19 Treffer. Der Kader, der die WM-Qualifikation gegen Schweden im Mai geschafft hat, wird auch nach Kroatien reisen. Dank der Unterstützung durch das ÖOC, von Top Sport Austria und der Sporthilfe erfolgt der Startschuss zur Vorbereitung auf das wichtige WM-Turnier schon jetzt. Staatssekretär Karl Schweitzer wird am Samstag persönlich den Scheck der Sporthilfe an die Österreicherinnen übergeben.

Die Gegenwart heißt derzeit aber Mazedonen. Die Mannschaft, die bei der WM 1999 und 2001 in Norwegen bzw. Italien noch dabei war, aber die Qualifikation für Kroatien verpasst hat, befindet sich im Umbau. Der kommende Gegner ist derzeit daran, ein junges Team aufzubauen. Österreich hat gegen die Südosteuropäerinnen bisher erst zwei Mal gespielt. 1995 gab es in Skopje und Wr. Neustadt mit 21:10 bzw. 30:20 jeweils Siege.

In Kroatien haben die Österreicherinnen in der Gruppe B (Spielort Porec) Titelverteidiger Russland, Tschechien, Südkorea, Angola und Uruguay zu Gegnern. Um die Hauptrunde zu erreichen, müsste die Truppe von Eliasen zumindest Dritter werden. Aus den vier Gruppen steigen jeweils die ersten Drei in die zwei Pools der Hauptrunde auf. Österreichs Handballerinen haben seit 1984 drei Mal an Olympischen Sommerspielen (1984 Los Angeles/Sechster, 1992 Barcelona und 2000 Sydney/jeweils Fünfter) teilgenommen.

ÖHB-Kader
Tor: Natalie Rusnatschenko, Beate Hofmann (beide McDonalds Wr. Neustadt), Daniela Strudler (Hypo Niederösterreich)
Feld: Ausra Fridrikas (HB Slagelse/DEN), Sylvia Strass, Birgit Engl (beide IB Vestmannaeyjar/ISL), Veronika Kreitmayr, Renata Cieloch , Rima Sypkus, Laura Fritz, Dagmar Müller (alle MD Wr. Neustadt), Stephanie Ofenböck, Barabara Strass (beide 1. FC Nürnberg), Alexandra Materzok, Nina Winter (beide Union Korneuburg), Edith Mika (Ajax Kopenhagen), Tanja Logwin (Krim Laibach), Sorina Teodorovic (DSC Oldenburg), Kathrin Engel, Mechthild Rosenkranz (beide Hypo Niederösterreich)

Vorläufige Termine bis zum
WM-Turnier in Kroatien (1. bis 14. Dezember)


5. bis 9. November: Trainingslehrung und Testspiele in Slowenien
18. bis 20. November: Trainingslehrgang in Wien
21. bis 23. November: Einladungsturnier in Deutschland (Raum Stuttgart/gegen Slowakei, Weißrussland, Deutschland)
25. bis 30. November: Trainingslehrgang in Wien mit Testspielen (Gegner offen)

(apa/red)

25.5.2003 09:28