Hard ist österreichischer Handball-Meister
- Klarer 29:23-Heimerfolg gegen HC Linz AG

Der Titel im österreichischen Männer-Handball bleibt in Vorarlberg: Alpla HC Hard feierte am Montagabend im Entscheidungsspiel der "best of three"-Finalserie der Handball Liga Austria (HLA) in Lustenau einen 29:23-(15:12)-Heimerfolg über HC Linz AG und trat mit dem ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte die Nachfolge von Vorjahrs-Champion Bregenz an.
Die Vorarlberger, die das erste Endspiel der Serie vor einer Woche in Hard 22:20 (12:12) gewonnen hatten, präsentierten sich nach dem 17:28-(10:12)-Auswärtsdebakel am Freitag wieder in Normalform. Angepeitscht von den Fans in der mit 2.000 Zuschauern übervollen Sporthalle des Gymnasiums Lustenau setzten sich die Hausherren nach ausgeglichenen ersten 22 Minuten gegen Ende der ersten Hälfte erstmals mit drei Toren ab (15:12). Nach der Pause zogen sie dann sogar auf 18:14 bzw. 19:15 davon, doch die Linzer kämpften sich wieder bis auf einen Treffer (18:19) heran.
Aber damit hatten die Gäste aus Oberösterreich ihr Pulver fast schon gänzlich verschossen, denn Hard arbeitete mit konzentriertem Spiel bis zur 56. Minute einen Sechs-Tore-Vorsprung (26:20) heraus, der die Entscheidung bedeutete. Vor allem Hard-Torhüter Thomas Huemer zeichnete sich in dieser Phase mit einigen Glanzparaden aus. Und auch Emanuel Ditzer, der trotz des Verdachts auf Sehnenriss im Daumen der Wurfhand weiterspielte, steuerte verletzt vier Treffer zum historischen Triumph der Vorarlberger bei.
"Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Mir fehlen eigentlich die Worte. Da kommen einem fast die Tränen", lautete der erste emotionale Kommentar von Hard-Rückraum Bernd Friede, während der Jubel des Ex- Linzers Huemer keine Grenzen kannte: "Hard hat heute Geschichte geschrieben, ein Supergefühl, denn nur der Meistertitel zählt!"
Bei den unterlegenen Oberösterreichern herrschte dagegen logischerweise grenzenlose Enttäuschung. "Die Harder waren die bessere Mannschaft, ich kann ihnen zu diesem Erfolg nur gratulieren", lautete der faire Schlusskommentar von Linz-Coach Gerald Gabl. (apa)
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