Kenianer Joseph Chebet siegte in Wien in 2:14:49
- Vorjahressieger Tanui mit Oberschenkelzerrung ausgeschieden
- Rang vier für Michael Buchleitner
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Joseph Chebet aus Kenia hat am Sonntag die 20. Auflage des Vienna City Marathons gewonnen. Der Ostafrikaner absolvierte die klassischen 42,195 km bei heißem Wetter in 2:14:49 Stunden und kassierte für seinen Erfolg eine Siegprämie von 10.000 Euro. Bei den Damen durfte sich über diese Summe die Italienerin Lucilla Andreucci freuen, die nach 2:35:32 Stunden im Ziel auf dem Heldenplatz eintraf.
Bester heimischer Läufer wurde wie erwartet der Niederösterreicher Michael Buchleitner, der sich als Vierter hinter Joao N'Tyamba (2:15:10) aus Angola und dem Kenianer Vincent Kipsos (2:16:20) in 2:16:31 Stunden den Österreichischen Meistertitel sicherte. Angesichts der für Marathonläufer viel zu warmen Witterung blieb er aber klar über dem angepeilten ÖLV-Rekord von Gerhard Hartmann, der am 13. April 1986 in Wien in 2:12:22 erfolgreich geblieben war. Den ÖLV-Damentitel sicherte sich die Steirerin Eva Maria Gradwohl, die als Sechste in 2:39:48 ihre bisherige Bestleistung und den steirischen Landesrekord von 2:40:39 klar unterbot.
"Nachdem ich die erste Hälfte in 1:06:10 absolviert hatte und dabei schon schwer am Anschlag war, habe ich dann das Tempo bewusst zurückgenommen", erklärte Buchleitner. "Ich habe schon am Start gemerkt, dass es viel zu warm war. Ich habe deswegen sehr vorsichtig begonnen, um am Ende noch Reserven zu haben", betonte Chebet, der in der Prater Hauptallee nach rund 35 Kilometern seinen erfolgreichen Angriff lanciert hatte.
Der 32-Jährige zeigte sich aber trotz des nicht optimalen Wetters vom Rennen in Wien begeistert: "Das war der schönste Marathon, den ich je gelaufen bin. Das anspruchvolle Streckenprofil und die tolle Atmosphäre mit den tausenden Leuten, die einen anfeuern und nach vorne peitschen, sind einfach phantastisch!"
Chebets Landsmann Moses Tanui, der im Vorjahr gewonnen hatte, musste nach 20 Kilometern wegen einer schweren Oberschenkelzerrung aufgeben.
(apa)
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